Die Fasnachtsgesellschaft Berikon und die Guggenmusik «Hübelfäzzer» haben am Wochenende ihr 30-jähriges Bestehen gebührend gefeiert. Doch als sie nach gelungenem Fest am Sonntagmorgen beim «Berikerhus» zum Brunch eintrafen, war Schluss mit lustig: Drei Hexenfiguren, die zur fasnächtlichen Dekoration gehörten, waren gestohlen worden. «Wir hatten vier Hexen vor dem Eingang platziert, drei davon sind über Nacht weggekommen», erzählte Ehrenhexenmeisterin Susanne Stulz. Die Hexen, die mit Kabelbindern befestigt waren, seien alle selbst gebastelt worden – in vielen Arbeitsstunden.

Eine Hexe im Gebüsch gefunden

Eine der drei verschwundenen Hexenpuppen wurde kurz nach Bemerken des Verlusts in einem Gebüsch in der Nähe des «Berikerhus» gefunden. Das violette Kleid einer immer noch unauffindbaren Hexe fand man mitten auf einer Strasse in Berikon. «Ich bin sehr froh, dass wir wenigstens eine Puppe wieder gefunden haben. Doch auch die anderen möchten wir zurück, sie sind Teil unserer Fasnacht», sagte die Ehrenhexenmeisterin.

Nicht der einzige Vandalenakt

Stulz geht davon aus, dass die Täter Jugendliche waren, die in der Sonntagnacht vom Ausgang nach Hause kamen. «Das Verhalten dieser ‹Nachtbuben› ist ziemlich daneben und enttäuscht uns.» Sie, Susanne Stulz, kämpfe momentan mit einem bitteren Nachgeschmack auf das eigentlich schöne Fasnachts-Jubiläum.

Der Diebstahl der Hexenfiguren sei übrigens nicht der einzige ‹Nachtbuben›-Streich in Berikon vom Samstag auf den Sonntag gewesen, weiss Stulz. Am Sonnenweg sei eine Strassentafel demontiert worden. Sie vermutet einen Zusammenhang.

Hexen reinholen ging vergessen

Ursprünglich sollten die 1.80 bis 2 Meter grossen Hexenpuppen im «Berikerhus» nächtigen. Beim Aufräumen habe man es jedoch versäumt, die Puppen ins Haus zu bringen. «Es hat niemand mit etwas Bösem gerechnet. Wir wussten doch nicht, dass jemand die Hexen klaut», so Stulz. Sie richtet einen Appell an die Diebe: «Bitte bringt die Hexen zurück. Wir erstatten keine Anzeige bei der Polizei.»