Zivilschutz
Dottikon und Hägglingen wollen zum Wohler Zivilschutz

Die Zivilschutzorganisation (ZSO) Maiengrün wird aufgelöst. Durch den Beitritt von Dottikon und Hägglingen zur ZSO Wohlen wird der Beitrag für alle Gemeinden günstiger.

Andrea Weibel
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Dottikon und Hägglingen wollen der ZSO Wohlen beitreten. archiv/az

Dottikon und Hägglingen wollen der ZSO Wohlen beitreten. archiv/az

Die ZSO Maiengrün, der neben Dottikon und Hägglingen auch Hendschiken, Othmarsingen und Brunegg angehören, «erreicht bald die kritische Grösse von 10000 Einwohnern», sagte der Dottiker Gemeinderat Marcel Fischer am Mittwoch am Politapéro. Ab dieser Grösse müssten sie ausbauen.

Doch Gespräche der gebildeten Arbeitsgruppen mit den beiden benachbarten ZSO Lenzburg und Wohlen ergaben bessere Lösungen: Dottikon und Hägglingen wollen sich per 1. Januar 2014 der ZSO Wohlen anschliessen, während sich die anderen drei Gemeinden mit der ZSO Lenzburg verbinden wollen.

Noch mehr Zusammenarbeit

Der Gemeinderat Wohlen erachtet einen solchen Zusammenschluss als sinnvoll, wie es im Bericht und Antrag an den Einwohnerrat heisst. Ein wichtiger Punkt ist, dass Dottikon und Hägglingen schon Mitglieder der Wohler Blaulichtorganisationen sind: Beide Gemeinden sind der Regionalpolizei Wohlen angeschlossen, Dottikon zusätzlich der Feuerwehr Wohlen. «Daran sollten wir auch bei den Zivilschutzorganisationen anknüpfen», findet Marcel Fischer.

Synergien sparen Kosten

Durch einen Zusammenschluss können Synergien genutzt werden. Einerseits «können Investitionen bei der Materialbeschaffung und beim Anlagenbau eingespart werden», schreibt der Gemeinderat Wohlen. Andererseits soll das Material der ZSO Maiengrün zwischen den ZSO Lenzburg und Wohlen aufgeteilt werden. Finanziell bedeutet das tiefere Kosten: Für das nächste Jahr sind 17.60 Franken pro Einwohner budgetiert, 2014 – nach der Erweiterung – wird der Betrag noch rund Fr. 15.90 betragen.

Die Ziele der vergrösserten ZSO Wohlen, der bereits die Gemeinden Büttikon, Dintikon, Uezwil, Villmergen und Waltenschwil angehören, sind neben der finanziellen Entlastung «langfristige, zukunftsorientierte Lösungen, die auch die personellen Engpässe beheben».

Gemeinderäte einverstanden

Sämtliche Gemeinderäte der Verbandsgemeinden sind mit der Erweiterung der ZSO Wohlen einverstanden. Nun liegt es an den Gemeindeversammlungen und dem Wohler Einwohnerrat, die Satzungen gutzuheissen. Der Wohler Gemeinderat schreibt dazu: «Die beabsichtigte Erweiterung bringt durchwegs für alle beteiligten Gemeinden Vorteile.» Und auch in Dottikon klang es am Polit-apéro sehr positiv: «Ich bin sehr erfreut, dass die Verhandlungen so gut, schnell und unbürokratisch verliefen», so Fischer.

Die Dottiker Sanitätshilfsstelle werde erhalten bleiben, «allerdings wird sie künftig den Status inaktiv tragen», präzisierte der Dottiker Gemeinderat.