Dottikon

Dottikon ist die dritte «Energiestadt» im Freiamt

Dottikon ist Engergiesadt

Dottikon ist Engergiesadt

Gestern gab der Gemeinderat bekannt, dass Dottikon nach den Gemeinden Wohlen und Auw nun auch das Label «Energiestadt» trägt.

Dottikon darf das Label «Energiestadt tragen, das bestätigte gestern die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt Schweiz. «Die Gemeinde erhält diese Auszeichnung für ihre nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der Entwicklung ihrer kommunalen Energiepolitik», heisst es in der Mitteilung. «Das haben wir vor allem den weitsichtigen Massnahmen von früher zu verdanken», hält Vizeammann Stefan Wietlisbach nicht ohne Stolz fest. Denn bereits vor rund 25 Jahren, als das Schulhaus Risi gebaut wurde, installierte man eine Wärmepumpe und zementierte damit den Grundstein für eine energiebewusste Ortspolitik.

Tausende von Litern Öl gespart

Vor zehn Jahren, als das Schulhaus Risi saniert wurde, «wurde eine weitere Pionierlösung gefunden», so Wietlisbach: «Wir verlegten die Wärmepumpe und nutzen seither die Abwärme des gereinigten Abwassers, das in einer Röhre von Wohlen nach Wildegg geleitet wird.» Dadurch könnten 30000 bis 40000 Liter Heizöl pro Jahr gespart werden.

Als Nächstes folgte der Wärmeverbund Fildi-Hinterdorf, durch den sogar 350000 bis 400000 Liter Heizöl pro Winter eingespart werden können. «Damit werden neben dem Gemeindehaus viele Neubauten im Dorf und die gesamte Industrie Fildi beheizt.» Zum Label trugen auch die im Minergiestandard gebauten Wohnüberbauungen im Mitteldorf und an der Bahnhofstrasse bei. Die Sicherung der Schulwege durch den Umbau der Bahnhofstrasse sowie die Einführung des Mobility-Fahrzeugs im Dorf gaben weitere Pluspunkte.

Label stark diskutiert

«Ob wir das ‹Energiestadt›-Label beantragen wollten oder nicht, wurde stark diskutiert», so Gemeindeammann Roland Polentarutti. «Doch für uns ist es eine gute Standortbestimmung. Das Label selbst ist viel weniger wichtig als die Anstrengungen, die dahinter stehen.» Insbesondere Vizeammann Wietlisbach und Bauverwalter Bruno Frey hätten dabei federführend mitgewirkt. «Nun wissen wir, wo unser Verbesserungspotenzial liegt.» Dieses sehen die Initiatoren besonders im Planungsbereich. Aber auch die künftigen Neuerschliessungen bieten energiewirtschaftlich viele Möglichkeiten.

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