Merenschwand
«Dorf im Dorf» auf dem Schulhausplatz

Primarschule und Kindergarten machten mit dem «Dorf im Dorf» ein attraktives Angebot. Sie bildeten auf dem Schulhausplatz in Merenschwand ihr Dorf ab, mit allem was dazu gehört.

Eddy Schambron
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Einmal Handpflege, bitte: Auf dem Schulareal in Merenschwand konnte man gestern den Nachmittag auf angenehme Weise verbringen.

Einmal Handpflege, bitte: Auf dem Schulareal in Merenschwand konnte man gestern den Nachmittag auf angenehme Weise verbringen.

Eddy Schambron

Über 300 Kinder haben gestern auf dem Schulhausplatz in Merenschwand das Dorf abgebildet: Der Lecker Schmecker Pizzabäcker hatte genauso seinen Laden wie das Casino seine Spiele, das Restaurant seinen Vegi-Döner und das Fitnessstudio seine Wellness-Ecke mit Maniküre und allem, was dazugehört. Die Primarschule Merenschwand und der Kindergarten hatten ein vielfältiges Angebot vorbereitet. Das Spezielle an dieser Projektwoche war, dass die Schülerinnen und Schüler das Thema – «Dorf im Dorf» – selber bestimmt haben. «Die Kinder gaben sich bei den Vorbereitungen eine riesige Mühe», stellte Schulpflegepräsidentin Andrea Stutzer fest. «Sie haben viele Ideen originell umgesetzt.» Und Jasmin Schmid vom Kompetenzzentrum Schulsozialarbeit Muri zeigte sich genauso wie Schulleiter Heinz Mäder beeindruckt von der Kreativität und dem Eifer der Kinder bei der Realisierung ihrer Ideen.

Schön gestaltet

Die Stände und Verkaufsläden wurden schön herausgeputzt, die Waren übersichtlich und möglichst verkaufsfördernd präsentiert - wie im richtigen Geschäftsleben eben. Die Kinder regelten selbstständig die Schichten des Verkaufspersonals und betreuten die Kasse. «Vieles ist auch während der letzten drei Tage spontan noch entstanden», freute sich Schmid und
zeigte auf bunte Girlanden, die die Schulanlage schmückten. Einiges, das im Dorf ganz normal im Einsatz ist, kam auch auf dem Schulhausplatz zum Zug. «Die Kinder brachten viele Utensilien von zu Hause mit.»

Erstaunliche Vielfalt

Im Dorf für vier Stunden wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein erstaunlich vielfältiges Angebot gemacht, aufgeteilt in die Sparten Gastronomie, Spiel, Dienstleistungen, Kunst und Wellness. Es gab beispielsweise eine Kegelbahn und ein Geschäft mit bunten Bändeli. Ein Schmuckdosenladen fehlte genauso wenig wie eine Kunstgalerie. Tanzlustige kamen in der Disco auf ihre Kosten, zudem konnte man sich an verschiedenen Spielständen vergnügen. Beim Eingang des «Dorfes» wurde sogar die Reinigung von Fahrzeugen zu durchaus moderaten Preisen – zehn Franken für Lastwagen, fünf Franken für Personenwagen, drei Franken für Velos und zwei für Kickboards – angeboten. Nur Schuhe waren mit Fr. 1.50 günstiger. Alle Stände hatten eines gemeinsam: Sie wurden mit viel Liebe aufgebaut und betreut, und die Erträge fliessen allesamt in die Kasse des Schulparlaments, welches das Geld für die Verschönerung des Schulhausplatzes verwenden will. «Je nach Höhe der Einnahmen werden Spiele auf dem Platz aufgemalt oder sogar ein Spielgerät angeschafft», erklärte Schmid.

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