Bezirksgericht Bremgarten
Doppelmord Sarmenstorf: Sohn soll in die Psychiatrie eingewiesen werden

Im Strafverfahren zum Tötungsdelikt in Sarmenstorf steht nun der Gerichtstermin fest: Die Verhandlung findet am 2. März am Bezirksgericht Bremgarten statt. Die Staatsanwaltschaft hat für den Beschuldigten eine stationäre therapeutische Massnahme beantragt.

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In seinem Elternhaus kam es zur Bluttat: Gegen Sohn A.S. und seine Frau hat die Staatsanwaltschaft nun eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.
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Das Einfamilienhaus am Schulweg in Sarmenstorf aus anderer Perspektive - es befindet sich nahe der Schule.
Die beiden Toten wurden am Mittwochabend in ihrem Haus gefunden - die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Die Polizei sperrte das Gebiet rund um das Haus am Mittwochabend grossräumig ab.
Der Bruder des mutmasslichen Täters (32) fand seinen 64-jährigen Vater und seine 60-jährige Mutter gegen 20 Uhr in ihrem Haus – erstochen.
Die Eltern zogen fünf Kinder auf, drei Söhne und zwei Töchter.
Einer der Söhne starb vor einigen Jahren bei einem Autounfall.
Der mutmassliche Täter A.S. war vor einiger Zeit vorübergehend wieder für ein paar Wochen bei seinen Eltern eingezogen. Er lebte aber zum Zeitpunkt der Tat offenbar wieder in einer eigenen Wohnung in der Region.
Die versiegelte Wohnung von A. in Dottikon am Tag nach der Tat.
Doppelmord Sarmenstorf - Strafuntersuchung eröffnet

In seinem Elternhaus kam es zur Bluttat: Gegen Sohn A.S. und seine Frau hat die Staatsanwaltschaft nun eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.

Keystone/ZVG

Die Verhandlung zum Tötungsdelikt Sarmenstorf ist auf den 2. März 2017 angesetzt, beginnend um 14 Uhr, wie das Generalsekretariat der Gerichte Kanton Aargau in einer Mitteilung schreibt. Der angeklagte Andreas S. befindet sich seit Dezember 2015 im vorzeitigen Straf- und Massnahmenvollzug.

Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, seine Eltern am Abend des 8. Juli 2015 mit einem Klappmesser mit insgesamt 35 Stich- und Schnittwunden im Bereich des Halses, der Brust und dem Rücken getötet zu haben. Er war nach seiner Festnahme geständig: Bei einem Streit in der Küche hätten ihn seine Eltern angegriffen und er habe aus Notwehr gehandelt.

Gemäss einem psychiatrischen Gutachten litt und leidet Andreas S. unter paranoider Schizophrenie und «befand sich zum Zeitpunkt der Tat in einem akut psychotisch-wahnhaften Zustand». Daher gilt der Mann als schuldunfähig.

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Anklageschrift vom 28. November 2015 eine stationäre therapeutische Massnahme beantragt.

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