Bremgarten

Doppelkreisel soll im September 2017 befahrbar sein

Erdarbeiten nördlich der Shell-Tankstelle: Hier entsteht ein Damm, den man für die Verbindung der zwei Kreisel benötigt.

Erdarbeiten nördlich der Shell-Tankstelle: Hier entsteht ein Damm, den man für die Verbindung der zwei Kreisel benötigt.

Der Kanton Aargau hat das Strassenbauwerk Doppelkreisel Bremgarten gestartet. Die Kosten für das Bauwerk betragen 7 Millionen Franken

In zügiger Manier lief bei der Stadtumfahrung Bremgarten die Realisierung der Doppelkreisel-Lösung an. Nördlich der Shell-Tankstelle «Fohlenweid» wird ein Damm aufgeschüttet, den man für die Verbindung der zwei grossen geplanten Verkehrskreisel benötigt. Laut dem kantonalen Projektleiter Thomas Meile ist vorgesehen, die Dammarbeiten noch vor Weihnachten abzuschliessen. Sofern es die Witterung erlaubt, soll Mitte Januar 2016 die zweite Bauphase ausgelöst werden.

Diese diene der markanten Verbreiterung der Verkehrsflächen und dem eigentlichen Kreiselbau. Beide Verkehrskreisel werden je sieben Meter breite Fahrbahnen aufweisen. Der Kreisel Wohlerstrasse mit seinen vier Verkehrsästen wird es auf einen Aussendurchmesser von 40 Metern bringen. Etwas bescheidener mit einem Aussendurchmesser von 36 Metern wird der Betonkreisel Oberebenestrasse in der Nähe des Gartenmöbelunternehmens Hunn ausfallen. Die Bauerei wird knapp zwei Jahre dauern. Im Frühherbst 2017, also voraussichtlich im September 2017, sollen die ersten Fahrzeuge über den Zweifachkreisel rollen.

Die zwei Gründe des Doppelkreiselbaus: Zu den Stosszeiten am Morgen und am Abend sind die bestehenden zwei Verkehrsknoten Umfahrungsstrasse und Oberebene/Fischbacherstrasse überlastet, was bisweilen hartnäckige Verkehrsstaus verursacht. Überdies geschahen seit der Eröffnung der Stadtumfahrung vor 21 Jahren mehrere Dutzend Verkehrsunfälle. «Der Doppelkreisel wird den Verkehrsfluss verbessern und das Queren und Einmünden erleichtern», sagte Thomas Meile. Daher erwarte man einen deutlichen Rückgang der Unfälle.

Ob der Doppelkreisel den Verkehr auf der Stadtumfahrung nachhaltig verflüssigen kann oder das Bauwerk nicht massiv Mehrverkehr anzieht, was wiederum Staus und stockenenden Kolonnenverkehr auslösen würde, wird sich zeigen. Schon heute sind hier täglich im Schnitt rund 35 000 Motorfahrzeuge unterwegs. Im Reussstädtchen geht man davon aus, dass irgendwann auch die «Bibenlos-Kreuzung» am anderen Ende der Stadtumfahrung Bremgarten vergrössert werden muss. Andernfalls, so die Befürchtung, drohten zu Stosszeiten Rückstaus bis hinauf zum Doppelkreisel, der jetzt für rund sieben Millionen Franken realisiert wird.

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