Wohlen
Donatoren stärken dem FC Wohlen den Rücken

Die Donatorenvereinigung steht weiter hinter dem FC Wohlen, auch wenn der Wettbewerb härter wird. Letztes Jahr überwies sie dem Fussballclub zusammen mit den FCW-Friends 537000 Franken.

Jörg Baumann
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Willy Bächer, Donator und Torhüterlegende des FC Wohlen (links), prostet Urs Schürmann, Präsident der Vereinigung, zu. BA

Willy Bächer, Donator und Torhüterlegende des FC Wohlen (links), prostet Urs Schürmann, Präsident der Vereinigung, zu. BA

Der Fussballclub Wohlen steuerte in der abgelaufenen Saison fast dem Abstieg zu und konnte sich nur mit viel Glück in der Challenge League halten. Aber die Donatorenvereinigung stand wie ein Mann hinter dem Club. Nach 15 Austritten und 31 Eintritten zählt sie nun 278 Mitglieder. Dazu kommen 64 FCW-Friends, 7 mehr als im letzten Jahr.

Über eine halbe Million

Die Donatorenvereinigung und die FCW-Friends überwiesen dem Verein im letzten Jahr 537000 Franken. Die Vereinigung stockte das dem Club gewährte Darlehen sogar noch von 100000 auf 150000 Franken auf. «Wir gehen aber davon aus, dass das Darlehen in der nächsten Saison zurückgeführt wird», sagte Urs Wenk, Kassier der Donatorenvereinigung, an der Generalversammlung. Für die Saison 2012/13 werden von der Donatorenvereinigung Beiträge an den Club von 395000 Franken und von den FCW-Friends von 160000 Franken budgetiert. An Solidaritätsbeiträgen sollen dem FC Wohlen weitere 10000 Franken zufliessen.

«Wir wurden in der letzten Saison schon manchmal nervös. Aber die erste Mannschaft hat es geschafft, unter den zwanzig besten Fussballvereinen der Schweiz zu bleiben», sagte Urs Schürmann, Präsident der Donatorenvereinigung. Es sei klar, dass der Spielbetrieb in der nächsten Saison noch mehr als bisher kosten werde. «Wir brauchen jeden Franken. Jetzt geht es erst richtig los. Es ist wichtig, dass wir den FC Wohlen unterstützen.»

»Charakterköpfe»

FC-Präsident Andreas Wyder schrieb es den «Charakterköpfen» in der ersten Mannschaft zu, dass diese den Ligaerhalt doch noch schaffen konnte. Dank der vertraglich vereinbarten Ausstiegsklauseln mit den entlassenen Trainern könne der aus den vielen Rochaden entstandene Schaden für den Verein im «relativ tragbaren Rahmen» gehalten werden, führte er aus. Wyder sprach dem neuen Trainergespann rund um David Sesa sein Vertrauen aus.

Dieses verkörpere «die neue Trainergeneration», das den FC Wohlen in der schlanker gewordenen Zehnerliga halten sollte. Den ersten Tatbeweis können Mannschaft und Trainer am Auftaktspiel am kommenden 16. Juli gegen den Erzrivalen Aarau liefern. Das ganze Fussballervolk wird zuschauen: Das Spiel wird am Fernsehen gezeigt.