Berikon

Diskussion um höhere Vorstands-Entschädigung der Vorstandsspitze

Nicht alle Abgeordneten sprachen sie für eine (höhere) Entschädigung für Präsident Bruno Breitschmid und Vizepräsidentin Bernadette Sutter aus.

Nicht alle Abgeordneten sprachen sie für eine (höhere) Entschädigung für Präsident Bruno Breitschmid und Vizepräsidentin Bernadette Sutter aus.

An der Abgeordnetenversammlung des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes des Bezirks Bremgarten wurde am Mittwoch das Budget 2015 bewilligt. Aber nicht alle Posten wurden diskussionslos durchgewinkt.

Anlass zu Diskussionen gab an der Versammlung des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes des Bezirks Bremgarten vom Mittwochabend im Landgasthof Grüenebode in Berikon nicht etwa die Erhöhung des Gesamtbudgets um rund 170 000 Franken gegenüber dem Vorjahr. Denn diese kam zum grössten Teil durch bereits im Vorfeld bewilligtes zusätzliches Personal zustande. Kritische Stimmen gab es vielmehr zur geplanten Erhöhung der Entschädigung für den Präsidenten des Vorstands von 1500 auf 3000 Franken jährlich sowie einer neu einzuführenden Entschädigung der Vizepräsidentin von 1000 Franken.

Im Namen der Gemeinde Oberwil-Lieli wollte Vizeammann Ursula Gehrig wissen, ob sich denn der Aufwand auch entsprechend erhöht habe. In der Tat habe sich dieser sogar verdreifacht, gab Vorstandsmitglied Patrick Cimma an, und Präsident Bruno Breitschmid betonte, dass der Präsident zudem nicht doppeltes Sitzungsgeld erhalte, wie dies in vielen Gremien üblich sei, sondern den einfachen Betrag wie alle anderen Vorstandsmitglieder. Bei der folgenden Abstimmung wurden diese Erhöhungen deshalb mit 22 bzw. 23 von 29 Stimmen gutgeheissen, genau wie eine leichte Erhöhung der Sitzungsgelder, welche 25 Befürworter fand.

Abklärungen nötig oder unnötig

Aufwendiger wurde es bei der Frage, ob die budgetierten 5000 Franken für Abklärungen betreffend einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Jugendfürsorgeverein (JFV) und der Mütterberatung des Bezirks Bremgarten gerechtfertigt seien, da über derartige Abklärungen nie abgestimmt worden sei. Vorstandsmitglied Renato Sanvido aus Villmergen führte als Argument an, dass man zuerst abklären müsse, in welcher Form Zusammenarbeit sinnvoll und möglich sei, bevor man diese zur Abstimmung bringen könne. Alain Maître aus Oberlunkhofen stellte trotzdem den Antrag, den Posten zu streichen.

Nach einigen Diskussionen wurde der Antrag auf Streichung mit 23 Nein-Stimmen abgelehnt und das Gesamtbudget 2015 mit ebenfalls 23 Stimmen genehmigt. Der an der Versammlung auch präsentierte Verteilschlüssel der Kosten auf die 22 beteiligten Gemeinden basiert auf der Anzahl Fälle des vergangenen Jahres. Stellenleiterin Ursula Märki überreichte zwei Mitarbeiterinnen je eine Rose zu ihrem fünfjährigen Jubiläum, und Präsident Breitschmid verabschiedete den ehemaligen Vizepräsidenten Walter Schmid mit einem edlen Tropfen. Neue Vizepräsidentin ist Bernadette Sutter. Die Abgeordnetenversammlung findet weiterhin zweimal jährlich statt; der nächste festgesetzte Termin ist Dienstag, 31. März 2015.

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