Wohlen
Diskussion um Chappelehof: «Ein Abriss ist für die Kirchgemeinde keine Option»

CVP-Präsident Harry Lütolf bleibt beim Thema Chappelehof am Ball. Er will, dass an der nächsten Kirchgemeindeversammlung intensiv darüber diskutiert wird.

Toni Widmer
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Der Wohler Chappelehof: Wird er saniert oder abgerissen?

Der Wohler Chappelehof: Wird er saniert oder abgerissen?

Jörg Baumann

Harry Lütolf, Wohler Grossrat, CVP-Ortsparteipräsident und Katholik, sorgt sich um die Zukunft des Pfarreizentrums Chappelehof. Anfang Juli suchte er Mitstreiter, die mit ihm zusammen einen Antrag verfassten, damit an der nächsten Kirchgemeindeversammlung im November über einen Sanierungsbeitrag an die Liegenschaft entschieden werden könne.

Das Zentrum Chappelehof mit Kulturbeiz, Saal und Alterswohnungen muss für 14 Mio. Franken saniert werden. Die Kirchenpflege hat sich jedoch bisher gegen einen Beitrag von 7 Mio. Franken an dieses Vorhaben des Trägervereins St. Leonhard ausgesprochen. Sie ist der Meinung, man solle das Gebäude durch einen Neubau ersetzen.

Ein Antrag auf einen Verpflichtungskredit als Anteil an die Kosten der Sanierung steht für Lütolf mittlerweile nicht mehr im Vordergrund: «In der Zwischenzeit konnte ich Gespräche mit Vertretern der Kirchenpflege und des Trägervereins des Chappelehofs führen. Das letzte Gespräch hat in diesen Tagen stattgefunden», schreibt er in einer Mitteilung an die Medien.

(Noch) kein Antrag

Man sei dabei zum Schluss gekommen, schreibt Lütolf weiter, dass an der nächsten Kirchgemeindeversammlung vom 21. November vorerst eine engagierte Diskussion über die Zukunft des Chappelehofs geführt werden soll: «Der Kirchenpflege soll so klargemacht werden, dass ein Abriss des Chappelehofs mindestens für eine Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Kirchgemeinde keine Option ist.»

Die Kirchenpflege, hält Lütolf fest, könne auf diese Weise sanft aber bestimmt dazu angehalten werden, das Nötige vorzukehren, damit zusammen mit dem erwähnten Trägerverein die Sanierung des Chappelehofs in seiner bestehenden Form baldmöglichst angegangen werde.
Ein Antrag auf einen bestimmten Verpflichtungskredit müsse bei diesem Vorgehen von aussen nicht gestellt werden. Zumindest vorderhand.