Dietwil
Eine halbe Million mehr als geplant: Bevölkerung beantragten höhere Ausgaben für das Schwimmbad-Projekt

Nebst der Sanierung soll in der Badi Dietwil auch das Sprungbecken erweitert werden. Diese Änderung beantragte die Bevölkerung an der Gmeind. Auch der Gemeinderat selbst hat Projektänderungen mit höhere Ausgaben vorgeschlagen.

Melanie Burgener
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Bis im Somer 2023 soll die Badi Dietwil saniert und das Schwimmbecken im Bereich des Sprungbeckens erweitert werden.

Bis im Somer 2023 soll die Badi Dietwil saniert und das Schwimmbecken im Bereich des Sprungbeckens erweitert werden.

Melanie Burgener (22.07.2021)

Pius Wiss hat es bereits geahnt, als er vor anderthalb Wochen die Bevölkerung über die Sanierung der Badi informiert hat. Die Freizeitanlage hat im Dorf einen solch hohen Stellenwert, dass die Dietwilerinnen und Dietwiler mehr als nur eine Sanierung wollen. «Es ist gut möglich, dass an der Gmeind der Antrag für die Erweiterung des Schwimmbeckens gestellt wird», sagte der Gemeindeammann vergangene Woche gegenüber der AZ.

Und tatsächlich: An der Gemeindeversammlung am Dienstagabend stellten die Stimmberechtigten einen Änderungsantrag und stimmten ihm mit 75 Ja- mit nur einer Gegenstimme zu. Damit haben sie den ursprünglichen Kredit in Höhe von 2,85 Millionen Franken für die Sanierung um 500'000 Franken für die Erweiterung des Sprungbeckens erhöht.

Der Gemeinderat selbst hat eine solche Erweiterung ebenfalls in Erwägung gezogen, sie jedoch aufgrund der hohen Kosten nicht ins Projekt einfliessen lassen. «Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sollen entscheiden, ob sie das finanzieren möchten», sagte Wiss im Vorfeld der Gmeind dazu.

Den zweiten Änderungsantrag stellte der Gemeinderat gleich selbst

Ein Antrag zur Abänderung wurde auch zur bevorstehenden Fassadenrenovation der Kommunalbaute gestellt – und zwar gleich vom Gemeinderat selbst. Pius Wiss sagte:

«Als wir damals die Sanierung planten und die Kosten ermittelten, haben wir nicht realisiert, dass man auf dem Dach auch gleich eine Fotovoltaikanlage installieren könnte.»

Als der Gemeinderat auf die Idee dieses Zusatzes auf dem Gebäude der Feuerwehr und des Bauamtes kam, seien die Einladungen zur Gemeindeversammlung bereits gedruckt und verschickt gewesen. Aus diesem Grund wurde am Dienstagabend ein zusätzlicher Betrag von 85'000 Franken zur Abstimmung gebracht. Einstimmig entschieden sich die 103 Anwesenden für die Gesamtausgaben von 297'000 Franken.

Alle restlichen Traktanden wurden einstimmig angenommen. Darunter auch die Kündigung des Gemeindevertrages mit dem Sprachheilverband Region Sins. Im Rahmen dieser Vereinbarung, die seit 2009 besteht, stand den Lehrpersonen an der Schule Dietwil während 7,7 Wochenlektionen eine Fachperson für den logopädischen Dienst als Unterstützung zur Verfügung. Diese Lektionen sollen im kommenden Jahr von der Schule Dietwil selbst geregelt und damit flexibler eingesetzt werden können.

Mit dem Ablauf der Gmeind war Ammann Pius Wiss zufrieden. «Es war eine zügige Versammlung, und das, obwohl es um so viel Geld gegangen ist, das wir ausgeben wollen», sagt er im Nachhinein.

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