Muri

Dieter Meiers musikalische Chaostherie live in Muri

Dieter Meier zeigt Unbekanntes (Archiv)

Dieter Meier kommt mit neuem Projekt nach Muri. (Archiv)

Dieter Meier zeigt Unbekanntes (Archiv)

Dieter Meier ist ein Tausendsassa. Zusammen mit Boris Blank und Yello gilt er als Pionier der elektronischen Pop-Musik. Doch Meier ist viel mehr: Performance-Künstler, Poet, Essayist, Filmemacher, Rinderzüchter, Weinbauer und Wirt.

Seiner Karriere als Musiker fügt Dieter Meier nun ein weiteres Kapitel an: «Out Of Chaos» heisst sein neustes Projekt, genauso wie sein im Herbst erschienenes autobiografisches «picture book». Begleitet von der glänzend besetzten «Out Of Chaos»-Band mit Tobias Preisig an der Violine, Nicolas Rüttimann an der Gitarre, Stefan Rusconi am Piano, Ralph Sonderegger am Bass und dem Nick Cave And The Bad Seeds-Drummer Thomas Wydler singt Dieter Meier neue Songs live.

Dieter Meier erzählt, wie sein neustes Projekt aus dem Chaos entstand: „Als man mich anfragte, ob ich nicht mit dem virtuellen Konzertfilm „Touch Yello" und ein paar Geschichten aus meinem Leben auf eine kleine Deutschlandtournee gehen wollte, fand ich dieses Programm für 25 Euro Eintritt doch etwas zu dünn und zog in Betracht, mit limitiertem Gitarrenspiel ein paar Lieder live zu singen. Zufällig hörte ich in Zürich ein Konzert mit dem begnadeten Tobias Preisig, der die Geige zum Flüstern bringt, und dem virtuosen Gitarristen Nicolas Rüttimann. Ich fragte die jungen Herren noch am gleichen Abend, ob sie für eine kleine Konzertrunde durch Norddeutschland ein paar Lieder einspielen würden, und drei Wochen später stand Meier-ab-dafür mit zittrigen Beinen auf der Bühne der Zeche Bochum, wo in frühen Jahren schon Tina Turner auftrat. Zaghaft wie eine Diseuse begann ich das Programm und erlebte das späte Glück, ein Publikum live zu unterhalten. Bald schon brach ich aus dem Sprechgesang aus und riskierte Töne, die mir beim Üben meist missglückt waren. Die Zwei-Mann-Kombo trug mich so kompetent durch die Auftritte, dass ich beim krönenden Abschluss in Frankfurter schon fast routiniert und süchtig, auf jeden Fall übermütig, vor das zahlreiche Publikum trat und den Schlussapplaus mit versierter Bescheidenheit entgegennahm.»

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