Kantonalturnfest Muri
Dieses Turnzelt ist auch ein Schlafzimmer für 470 Leute

Am Kantonalturnfest in Muri übernachten gegen 3600 Turnerinnen und Turner

Eddy Schambron
Drucken
Teilen
Alexandra Gisi und Chiara Cardiello von TV Dottikon zeigen im Turnzelt im Geräteturnen zu zweit, was sie können – von Müdigkeit noch keine Spur. ES

Alexandra Gisi und Chiara Cardiello von TV Dottikon zeigen im Turnzelt im Geräteturnen zu zweit, was sie können – von Müdigkeit noch keine Spur. ES

Eddy Schambron

Wenn insgesamt 13 000 Turnerinnen und Turner an zwei Wochenende das Kantonalturnfest in Muri besuchen, bedeutet das mehr als Turnmöglichkeiten und Wettkampfanlagen zur Verfügung zu stellen und ein tolles Unterhaltungsprogramm auf die Beine zu stellen. Zwischendurch müssen die Sportlerinnen und Sportler auch schlafen. Das können sie in Muri auf ganz unterschiedliche Art und Weise. «Anhand der Anmeldungen wissen wir, was wir bereitstellen müssen», sagt Fredy Klausner vom Präsidium des Organisationskomitees. Und das ist eindrücklich.

Unterschiedliche Belegung

An diesem Wochenende erhalten in der Turnhalle Rösslimatte 130 Personen eine Schlafgelegenheit. Wer zelten will, kann dies beim Wagenpark tun, wo es Platz für 160 Wagen hat. Sieben Wagen und 150 Personen sind an diesem Wochenende für eine Übernachtung dort angemeldet. Am zweiten Wochenende, also am 23. bis 25. Juni, ist der Andrang wesentlich grösser: 131 Personen werden in der Turnhalle Rösslimatt, 248 in der Turnhalle Badweiher, 309 Personen in der Turnhalle Bachmatten und 471 Personen im Turnzelt schlafen – oder es zumindest versuchen. Das Turnzelt wird für die Nacht einfach geräumt und zur Schlafstätte umfunktioniert. Hinzu kommen 2158 Personen auf einem eigens eingerichteten Zeltplatz, der ganze drei Hektaren misst und in einer Waldlichtung in der Nähe der Bachmatten liegt. Im Wagenpark im Hasli werden 70 Wagen erwartet.

Die unterschiedliche Belegung der Schlafplätze liegt in den Kategorien begründet. «Frauen, Männer und Senioren sind nicht mehr so dafür zu haben, in einer Turnhalle oder im Zelt zu übernachten», sagt Klausner. Sie ziehen ein bequemes Bett einer Luftmatratze vor.

Matte wird zur Verfügung gestellt

Allzu viel Komfort dürfen die übernachtenden Turnerinnen und Turner nicht erwarten, ausser sie reisen mit dem eigenen Zelt und entsprechender Ausrüstung an. In den Turnhallen werden Matten auf den Boden gelegt und teilweise einfache Luftmatratzen zur Verfügung gestellt. Den Schlafsack bringt jeder selber mit.

Aber sie dürfen sich während ihres Aufenthalts sicher fühlen. «Für die Sicherheit sowohl während der Wettkämpfe als auch während des Unterhaltungsteils treiben wir einen sehr grossen Aufwand», unterstreicht Klausner. Auch während der Nacht patrouillieren Securitas-Leute auf dem ganzen Gelände. «Für notwendige medizinische Versorgungen sind wir gerüstet, über allenfalls ändernde Wetterbedingungen werden wir jeweils so frühzeitig wie möglich informiert, wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen und haben einen eigenen Sicherheitsdienst installiert.»

Aktuelle Nachrichten