Islisberg

Dieser Freiämter möchte nun mit Crowdfunding nach Spanien in den Schnee

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Nicolas Gygax startet einen Spendenaufruf, uman der Skiakrobatik-Weltmeisterschaft teilnehmen zu können.

Für Nicolas Gygax schien ein grosser Traum zu platzen: Seine Grösse von fast 1,90 Metern verhinderte eine Profikarriere im Kunstturnen. Im Alter von sechs Jahren hatte er leidenschaftlich zu trainieren begonnen, doch mit 14 Jahren war Schluss mit dem Turnen. Aber Gygax hatte Glück.

Ein anderer Turner in seinem Verein, dem TV Merenschwand, war der Sohn des heutigen Aerials-Nationaltrainers. «Sein Vater sah mein Problem. Er wusste, dass bei Aerials, also Skiakrobatik, all die Fähigkeiten vom Kunstturnen umgesetzt werden können – die Grösse ist dabei kein Negativpunkt.

Also lud er mich ein, mit auf die Schanze in Mettmenstetten zu kommen», erzählt Gygax, der neben dem Kunstturnen schon immer ein begeisterter Skifahrer gewesen ist. So begann Gygax mit dem Training bei den Aerials und fand einen Weg, seine beiden Leidenschaften, das Skifahren und das Kunstturnen, zu verbinden. Beim Training im Sommer springt man mit den Ski über Schanzen ins Wasser und vollführt dabei halsbrecherische Akrobatik.

Fliegender Wirtschaftsstudent

Heute ist Gygax 20 Jahre alt und will sich für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea qualifizieren. Doch davon trennen ihn noch intensive Trainings und harte Stunden auf der Schanze.

Denn beim Aerials dreht sich alles um Perfektion. Die Athleten fahren mit bis zu 65 Kilometern pro Stunde auf eine Schanze zu, lassen sich mit gestrecktem Körper in die Luft katapultieren, drehen sich in Saltos und Schrauben über zehn Meter hoch in der Luft und landen dann wieder auf dem Schnee.

«Es sind das Adrenalin und das Gefühl vom Fliegen, die mich an dem Sport so faszinieren.» Er trainiert hart, ist zu diesem Zweck momentan in Finnland und reist bald nach China weiter, um am ersten Weltcup der Saison anzutreten.

Autogrammkarte als Dank

Sein grösster Traum ist es derzeit, an der Weltmeisterschaft 2017 in Sierra Nevada in Spanien teilnehmen zu können. Der ständige Verschleiss der Ausrüstung, Trainingseinheiten und Reisekosten sind jedoch eine finanzielle Herausforderung für Gygax, der nebenbei Wirtschaft studiert.

«Um die anfallenden Kosten decken zu können, habe ich auf einer Crowdfundingplattform ein Projekt lanciert», sagt er. «In einem Video stelle ich mich vor und erkläre, warum ich auf Spenden angewiesen bin.» Gygax’ Ziel ist es, 2500 Franken sammeln zu können. «Für jede Spende gibt es eine Gegenleistung von mir. Zum Beispiel eine Autogrammkarte, gemeinsame Trampolinstunden oder originale Startnummern.»

Nicolas Gygax’ Traum können Sie unter www.ibeliveinyou.ch unterstützen.

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