Hermetschwil
Dieser Ferrari "Enzo" ist wortwörtlich eine Schrottkiste

Ein Sammler hat vom bekannten Recycling-Künstler Peter Lötscher aus Hermetschwil eine originalgetreue Nachbildung eines Ferrari Enzos gewünscht – und bekommen.

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Scheinwerfer, Pferd auf dem Kühlergrill und Tacho – was die Hermetschwiler Künstler von Recycle Art aus alten Blechteilen zusammengeschweisst haben, gleicht auf den Zentimeter einem echten Ferrari Enzo.

Und auch wenn der Motor in dem Gefährt lediglich reine Optik ist, so könne der Schrott-Ferrari immerhin rollen, so Peter Lötscher gegenüber Tele M1. Das tut er wirklich – allerdings klappert er dabei, statt wie ein V12-Motor zu schnurren.

Mit diesen Skulpturen sorgten Recycle Art für Aufsehen:

8 Bilder
Sonderbare Skulpturen von Recycle Art

Sammlerstück

Ein schottischer Ferrari-Sammler hat das Unikat bei dem Aargauer Künstler bestellt: «Zuerst wollte er nur das Ferrari-Pferd. Ich habe ihn daraufhin gefragt, wieso er nicht gerade das ganze Auto möchte», sagt Peter Lötscher. So entstand der Wagen im Massstab 1:18.

Drei Leute in der Produktionswerkstatt in Südost-Asien verarbeiteten so nach Massgabe von Lötscher in rund drei Monaten über eine Tonne Schrott.

Zuerst wurden die beiden Achsen auf der Bodenplatte montiert. Darauf wurde ein Grundgerüst aus Eisenstangen konstruiert. Dabei achtete der Künstler sehr auf die korrekten Proportionen. Am Ende wurde alles mit den Schrottteilen ausgekleidet: Und hierbei wurde alles verbaut, was einst auf den Strassen herumfuhr: Bremsscheiben oder auch Kettenritzel von Motorrädern.

Der Preis für das Gefährt: 48'000 Franken – ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die fahrende Version rund eins bis zwei Millionen Franken kosten kann. (hug)