Seit dem Eidgenössischen Schwingfest ist der Zuger Marcel Bieri im ganzen Land bekannt. Er bewies sich als beweglicher Schwinger, der sich auch gegen schwere Opponenten durchzusetzen vermag. Stolz kann sich der 25-jährige fortan "Eidgenoss" nennen, er gehört zu den "Bösen". An Durchsetzungskraft mangelt es dem 25-jährigen auch neben dem Sägemehl nicht. Dann nämlich, wenn er vor seiner Klasse in Rudolfstetten steht.

Er sei ein entspannter Lehrer, meint eine Schülerin, gegenüber TeleM1: "Ein Böser ist er nicht. Er ist locker aber manchmal muss er halt streng sein."

"Coole Spiele und cooler Lehrer"

Die Stunde läuft friedlich und lebendig ab. Thema ist die Schwerkraft. Diese ist Bieri sicher bestens bekannt und auch das Abfedern muss ein Schwinger beherrschen. Sonst tut es weh. Dieses Prinzip lernen die Primarschülerinnen und -schüler anhand einer spielerischen Übung. Sie sollen ein hart gekochtes Ei so verpacken, dass es einen Sturz aus dem Fenster übersteht. Alle haben dieselben Materialen zur Verfügung.

Diese Übung verlangt Kreativität und Kameradschaft. Vor allem letzteres ist Marcel Bieri wichtig, wie er auf seiner Website schreibt. Verpackt ist alles in einen kleinen Wettbewerb, das gefällt den Kindern und sie sind voll des Lobes für ihren Lehrer: "Er macht coole Spiele und im Sport ist er auch cool."

Zwei von vier Eiern überleben den Fall. Keine schlechte Bilanz und der Lerneffekt ist gewiss. Ob im Schulzimmer oder im Sägemehl - Bieri scheint beide Herausforderungen mit Bravour zu meistern.