Villmergen
Diese Primarschüler lassen nichts anbrennen

Die Klasse von Dejan Beg hat den Wettbewerb der Aargauischen Gebäude-versicherung gewonnen.

Dominic Kobelt
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Die 6. Klasse aus Villmergen, zusammen mit ihrem Lehrer Dejan Beg (hinten links), Urs Graf (Vorsitzender Geschäftsleitung AGV, hinten halbrechts) und Urs Ribi (Projektleiter AGV-Schülertage, hinten ganz rechts). Dominic Kobelt

Die 6. Klasse aus Villmergen, zusammen mit ihrem Lehrer Dejan Beg (hinten links), Urs Graf (Vorsitzender Geschäftsleitung AGV, hinten halbrechts) und Urs Ribi (Projektleiter AGV-Schülertage, hinten ganz rechts). Dominic Kobelt

Zum zweiten Mal führte die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) mit 90 Klassen der 4. und 5. Primarschulen Schülertage zum Thema Feuer und Wasser durch. An 20 Tagen zwischen April und September durften jeweils bis zu 100 Schülerinnen und Schüler einen Tag im Zivilschutzausbildungs-Zentrum Eiken verbringen, was den Kindern in guter Erinnerung geblieben ist: «Als das Wasser ins brennende Öl gegossen wurde und es eine Explosion gegeben hat», sagt einer der Schüler auf die Frage, was ihn besonders beeindruckt habe. «Dass wir mit einem Schlauch ein Haus löschen durften», erinnert sich ein anderer.

Um zu testen, wie viel Wissen hängen geblieben ist, hat die AGV anschliessend online einen Wettbewerb aufgeschaltet, in dem die Klassen die richtigen Lösungen anklicken mussten. Im Wettbewerb haben sich 48 Klassen versucht. Die 20 Fragen mussten möglichst schnell und ohne Fehler gelöst werden – jede falsche Antwort kostete 20 Sekunden Strafzeit. Am besten hat diese Aufgabe die heutige 6. Klasse von Dejan Beg aus Villmergen gelöst; gerade mal 53 Sekunden brauchte sie. Auf Platz 2 liegt übrigens auch eine Freiämter Klasse, nämlich die Schule Boswil.

Technorama statt Mathe

Gewonnen haben die Primarschüler einen Ausflug ins Technorama Winterthur, inklusive Fahrt, Eintritt und Verpflegung. Das freut die Klasse nicht nur, weil es im Technorama viel zu entdecken gibt. «Juhu, weniger Mathe», rutscht es einem Schüler heraus.

Die AGV lässt sich die Präventionskampagne rund 300 000 Franken kosten. «Wenn wir damit auch nur einen Küchenbrand verhindern können, hat es sich mehr als gelohnt», sagt Judith Eichenberger von der AGV.

Urs Ribi, Projektleiter und gleichzeitig höchster Feuerwehrmann im Aargau, nutzte die Gelegenheit, bei den Kindern Werbung für ein späteres Engagement bei der Feuerwehr zu machen. 11 000 Feuerwehrleute gebe es im Aargau, jedes Jahr brauche es etwa 1000 Frauen und Männer, die nachrücken.