Muri
Diese Drohne filmt den «lebendigen Weihnachtsbaum»

Heute lässt Roman Sticher seine Drohne in die Luft, um ein Schulspektakel der besonderen Art zu filmen: den «lebendigen Weihnachtsbaum» der Sereal Muri.

Eddy Schambron
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Mit Fackeln werden die groben Konturen unterhalb des Spitals Muri am Wiliweg auf dem Feld abgesteckt, der «lebendige Weihnachtsbaum» wird heute Donnerstag, um 19.15 Uhr, schliesslich aus zahlreichen Handy-Displays und Taschenlampen und zu feierlichen Klängen von den Schülerinnen und Schülern der Sereal Muri gestaltet. Den Film, der von Roman Sticher realisiert wird, kann man dann auf youtube.com und auf www.aargauerzeitung.ch sehen. Sollte das Wetter wider Erwarten ungünstig sein, findet ein Schlechtwetterprogramm statt. Klassenweise werden dann die Adventsfenster besichtigt, was um 19.45 Uhr mit einem kurzen Orgelkonzert in der Klosterkirche sowie mit Punsch und Lebkuchen abgerundet würde. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen, das Lichterspektakel mitzuverfolgen. Ebenso würde für sie die Einladung zum Schlechtwetterprogramm gelten. Eine Einschränkung macht Sticher in Bezug auf seine Filmerei: «Sollte der Nebel zu dicht sein, werde ich die Drohne nicht fliegen.»

Freude an Flugaufnahmen

Roman Sticher, als Konservator und Restaurator auf audiovisuelle Medien spezialisiert, ist in Muri mit seiner Firma Transfermedia eigentlich mit dem Bewahren von alten Bildern, Tönen und Filmen in ganz anderen Bereichen tätig. Aber er nutzt modernste Technik nicht nur für die Rettung von altem Material, sondern ebenso für das Erstellen neuer Filme. Zum Beispiel die Drohne: «Mit diesem Gerät sind kostengünstig und emissionsfrei Flugaufnahmen von bester Qualität möglich.» Dazu sind nicht nur die passende fliegerische Ausrüstung und geeignete Kamera notwendig, sondern auch fotografische und filmische Kenntnisse notwendig. «Ohne diese würde das Ergebnis letztlich nicht überzeugend sein.» Für die Aufnahme des «lebendigen Weihnachtsbaums» hat er sich gerne zur Verfügung gestellt. Einerseits machen ihm Filmaufnahmen mit der Drohne Freude, andererseits unterstützt er gerne ein solches schönes Projekt.

Verantwortungsvoll fliegen

Sticher weiss genau, wie man sich als Drohnenpilot verantwortungsvoll verhält und auch die Privatsphäre von Menschen wahrt; er ist schliesslich seit rund 20 Jahren aktiver Modellflieger. «Wenn ich einen Helikopter höre, hole ich meine Drohne sofort aus der Luft.» Er kennt die Vorschriften und respektiert sie. Grundsätzlich beurteilt er Drohnen als sichere Fluggeräte. Selbst wenn der Pilot die Steuerknüppel loslässt, bleibt das Gerät stabil in der Luft. Kommt es zu einem Verlust des Sendesignals, kehrt die Drohne dank GPS selbstständig an den Ausgangspunkt zurück und schwebt dort 20 Meter über dem Boden.