Dintikon

Diese beiden Jungutnernehmer haben es auf Büsis abgesehen

Claudio Gloor und Alan Ellenberger zeigen ihre Pixelwand.

Claudio Gloor und Alan Ellenberger zeigen ihre Pixelwand.

Zwei Jungunternehmer aus Dintikon wollen helfen, verlorene Katzen mithilfe eines GPS-Halsbands wieder zu finden. Um mit der Halsbandproduktion beginnen zu können, braucht das Duo allerdings noch viel Geld, nämlich genau eine Million Franken.

Jedes Jahr verlieren Tausende Katzenbesitzer ihre geliebten Vierbeiner. Entweder werden die Tiere überfahren oder sie finden den Weg nach Hause nicht mehr. Das Jungunternehmen petTracer AG aus Dintikon will hier Abhilfe schaffen: Ein GPS-Halsband soll den Besitzer der Katze ständig darüber informieren, wo sich der Vierbeiner aufhält, denn die Ungewissheit über den Verbleib der Katze sei meist schlimmer als der Verlust des Haustiers selbst, sagt Firmengründer Alan Ellenberger.

So funktioniert das GPS-Katzenhalsband

So funktioniert das GPS-Katzenhalsband

Das geplante Halsband kann nicht nur die Katze lokalisieren, sondern zeichnet auch die zurückgelegte Strecke und die Durchschnittsgeschwindigkeit auf. Die gesammelten Daten können in Echtzeit über das Handy oder den Computer abgerufen werden. «Das sind Spielereien, die Anklang in der Zeit von Facebook und Co. finden könnten», erklärt Claudio Gloor, Mitgründer der Firma petTracer. Nachdem Ellenberger und Gloor den theoretischen Beweis für die technische Umsetzung erstellt haben und patentieren liessen, geht es nun um die Kapitalbeschaffung. Die beiden ehemaligen Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz sind nun mit ihrer innovativen Katzenhalsband-Idee auf der Suche nach Investoren.

28000 Franken sind zusammen

Alan Ellenbergerschrieb in seiner Zeit an der Fachhochschule eine Arbeit über Online-Marketing. Den Teil über unkonventionelle Geldbeschaffung kann er für seine Firma Pet-Tracer nun in der Praxis testen: Auf der Firmen-Website www.gpskatzenhalsband.com haben die Jungunternehmer eine Pixelwand errichtet. Firmen und Privatpersonen können sich dort eine Fläche (sogenannte Pixels) beliebiger Grösse für das eigene Firmenlogo kaufen. Durch den Platz an der Pixelwand können die Käufer auf ihre eigene Website verweisen und unterstützen gleichzeitig die Firma von Ellenberger und Gloor. Mit der Werbefläche erhält man auch einen Partizipationsschein des Jungunternehmens. «Wir wollen, dass jene, die uns unterstützen auch etwas davon haben», sagt Gloor.

Innert knapp drei Monaten erreichten die beiden Jungunternehmer mit ihrer Pixelwand bereits 28000 Franken. Ziel sei eine Million Franken, um mit der Katzenhalsband-Produktion beginnen zu können.

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