Wohlen

Diese Aargauerin hilft 33 Waisen in Uganda im Kampf ums Überleben

Harriet Suter blättert im Fotoalbum. Die Bilder zeigen Kinder, die in ihrem Waisenhaus in Uganda ein Zuhause gefunden haben.

Harriet Suter blättert im Fotoalbum. Die Bilder zeigen Kinder, die in ihrem Waisenhaus in Uganda ein Zuhause gefunden haben.

Harriet Suter will mit einem afrikanischen Abend Geld für ein neues Waisenhaus in Uganda sammeln. Seit sie 17 Jahre alt ist, engagiert sich die zweifache Mutter für Waisenkinder – und ihre Mutter pflegt in Uganda 33 Waisenkinder.

Harriet Suter zeigt auf das Foto mit drei Buben: «Sam hat Würmer, Elias Asthma, Raymond Aids.» In ihrer ehemaligen Heimat Uganda führt die 38-jährige Wohlerin ein Kinderheim.

Alle ihre 33 Schützlinge sind Waisen, viele sind krank. «Ich will, dass es meinen Kindern gut geht», sagt Harriet Suter. Dafür scheuen sie und ihr Mann Markus keinen Aufwand.

Ihr derzeitiges Projekt: der Bau eines neuen Gebäudes. Momentan wohnen die Kinder in einem gemieteten Haus, mit engen Platzverhältnisse. Das geplante neue Waisenhaus wäre nicht nur grösser, sondern viel näher bei der Schule; der über einstündige Schulweg würde sich für die Kinder erübrigen. «Und meine Mutter hätte eine Sorge weniger.»

Denn es ist die 78-Jährige, die sich in Uganda um die Waisen kümmert. «Ich bin so froh, dass sie mich unterstützt», sagt Suter. So war es auch ihre Mutter, die den heute dreijährigen Elias fand.

Das Baby lag auf der Strasse, noch mit der Nabelschnur. Ohne Hilfe würde er heute nicht mehr leben, wie auch Raymond nicht. Als Harriet Suter sich ihm annahm, lag er im Sterben, das öffentliche Spital hatte ihn bereits aufgegeben und gab ihm noch zwei Wochen. Suter suchte eine Privatklinik auf, Raymond überlebte. Heute ist er fünf Jahre alt.

Bereits mit 17 Jahren engagiert

Harriet Suter engagiert sich für Waisenkinder, seit sie 17 Jahre alt ist. Ihr damaliger Schulweg in Uganda führte sie am Zuhause von vier Kindern vorbei; Waisen, die bei ihrer 80-jährigen überforderten Grossmutter lebten.

Suter bot ihre Hilfe an und nahm die Kinder am Wochenende zu sich. Seither hat sie nicht aufgehört, sich für Waisenkinder einzusetzen. Auch als sie nach Europa kam, um Dolmetscherin zu werden, war für sie klar: «Ich gehe zurück zu meinen Kindern.»

Aber: «Die Liebe hat mich eingeholt.» Seither wohnt sie in Wohlen und ist Mutter von zwei Buben. Ihre anderen Kinder in Uganda hat sie aber nicht vergessen. Sie unterstützt sie von Wohlen aus.

Am Samstag, 5. Dezember, organisiert Suter einen afrikanischen Abend mit Essen und Unterhaltung. Unter anderem tritt ein Gospelchor auf, und afrikanische Tänze werden vorgeführt. Für Erwachsene kostet der Eintritt 50 Franken. Das Geld, das an diesem Abend eingenommen wird, fliesst in das geplante neue Kinderheim in Uganda.

Afrikanischer Abend, Bleichi Wohlen, Samstag, 5. Dezember. Anmeldungen an harriet@wscl.ch und Spenden an die Kontonummer: Postkonto 85-651183-3/
IBAN CH4109 0000 0008 5651 1833, lautend auf Christ Secure Orphans-Waisen Kinder Projekt, 8810 Horgen.

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