Bremgarten
Die Zürcherstrasse verändert sich weiter

Anfang Juni beginnt der Bau eines Wohn- und Gewerbehauses gegenüber dem City Center.

Dominic Kobelt
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Das neue Wohn- und Gewerbehaus gegenüber dem City Center wird voraussichtlich gegen Ende 2018 fertiggestellt sein. Visualisierung/zvg

Das neue Wohn- und Gewerbehaus gegenüber dem City Center wird voraussichtlich gegen Ende 2018 fertiggestellt sein. Visualisierung/zvg

www.dvdarch.ch

Die Zürcherstrasse in Bremgarten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben dem Bahnhof ist das City Center entstanden, wo einst die Gäste ins Restaurants Zürcherhof einkehrten, sind die Arbeiten am Neubau mit grosszügigen Viereinhalbzimmer-Wohnungen im Gang. Nun hat ein weiteres Projekt die Baubewilligung erhalten: Im Juni starten die Bauarbeiten für ein Wohn- und Gewerbehaus zwischen UBS und dem «Staublihaus». Das dreigeschossige Gebäude beinhaltet sieben Wohnungen, das Erdgeschoss ist für die Aargauische Kantonalbank reserviert, die momentan noch zwei Häuser weiter ihre Geschäftsstelle hat. Sie wird Ende 2018 in die rund 300 m grossen Geschäftsräume ziehen können. Die Wohnungen umfassen 2,5 bis 3,5 Zimmer, die Attikawohnung 4 Zimmer. Das Gebäude wird mit einer Wärmepumpe und Erdsonde beheizt und erfüllt den Minergie-P-Standard. Bauherrschaft und Architekt rechnen mit etwas eineinhalb Jahren Bauzeit.

Lange Planungszeit

Das Gebäude ist der erste Teil einer späteren Gesamtüberbauung, die sich später auf die Liegenschaft Staubli ausgedehnt wird. «Das kann sich aber noch länger hinziehen, es existiert bereits ein Gestaltungsplan, aber kein konkretes Projekt», erklärt Architekt Markus Ruch von der Ruch Architekten AG. Auch beim jetzt zu realisierenden Gebäude zog sich die Planung über mehrere Jahre hinaus: «Dies wegen der komplexen Wegfindung des Gestaltungsplans ‹Zürcherstrasse›. Stellung, Grösse und Umgebungsgestaltung des Bauprojektes mussten sich den Entwicklungen der Strassenraumplanung mehrmals anpassen», erklärt Ruch. Bauherrin ist die Rumi Generalbau AG.

Die Vorgaben des Gestaltungsplans beziehen sich auch auf die Umgebung. Um das Gebäude wird ein kleiner Park entstehen, hauptsächlich für Bewohner und die Angestellten der AKB. Brunnen, Sitzbänke und vereinzelte Bäume sogen für die nötige Atmosphäre.

Parkplatzsituation bleibt prekär

Die Besucherparkplätze werden am Risiweg liegen. Das Gebäude verfügt zudem über eine Tiefgarage, die Zufahrt ist auf der Hinterseite des Gebäudes, von der Zürcherstrasse abgewandt. Sie ist nur einspurig befahrbar und wird mit Lichtsignalanlage geregelt. Bereits heute sind Parkplätze in der Umgebung Mangelware. Wie geht die Stadt mit diesem Problem um? «Es gibt einen Betriebs- und Gestaltungsplan Zürcherstrasse», erklärt Roland Jauch von der Bauverwaltung Bremgarten. «Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, ist auch der Kanton für die Ausarbeitung zuständig, obwohl die Behörden natürlich mit der Stadt in Kontakt stehen.» Der Gestaltungsplan baue auf einem von der Stadt erarbeiteten Rahmenplan auf, in dem die Zielsetzungen definiert sind. Was man schon mit Sicherheit sagen kann: Die Busse werden früher oder später nicht mehr auf dem Obertorplatz halten, sondern nur noch beim Bahnhof Bremgarten. Lage und Zahl der Buskanten, Längsparkplätze entlang der Strasse und die Bahnhof-Situation sind Gegenstand der Diskussionen. Auch die BDWM ist im Planungsprozess eingebunden, in den kommenden Jahren wird wohl auch das Bahnhofsgebäude neu gebaut.

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