Sanierung
Die Züge halten am Bahnhof Muri nur noch auf Gleis 4

Der Bahnhof Muri ist eine einzige, grosse Baustelle. Ein- und aussteigen können Passagiere nur noch auf Gleis 4, die anderen Gleise werden saniert und ausgebaut.

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Schienen weg, Schotter weg: Im Bahnhof Muri wird der Perron verbreitert. Im Rahmen der Substanzerhaltung werden Schienen, Schwellen und Schotter erneuert.

Schienen weg, Schotter weg: Im Bahnhof Muri wird der Perron verbreitert. Im Rahmen der Substanzerhaltung werden Schienen, Schwellen und Schotter erneuert.

Eddy Schambron

Unter anderem wird der Perron so umgebaut, dass er mehr Warteraum bietet und ein stufenloses Einsteigen möglich macht. Gleichzeitig führen die SBB anstehende Substanzerhaltungsmassnahmen aus und passen die Bahnanlagen den neuen Bedürfnissen an. So werden Schienen, Schwellen und Schotter erneuert; bereits erstellt ist nach dem Rückbau des Güterschuppens das neue Stellwerkgebäude, in dem neue Sicherungsanlagen untergebracht sind. Damit können auch die Anforderung des Güterverkehrs nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels erfüllt werden. In Muri wird zudem ein Wendegleis für die neue S25, S42 und die Züge von Muri nach Lenzburg erstellt.

Die Ausbauarbeiten bringen Verbesserungen für die Passagiere. Seit Dezember 2015 verkehren die Direktzüge zwischen Wohlen und Zürich, ab Dezember 2016 zwischen Muri und Zürich während der Hauptverkehrszeit häufiger und unter dem neuen Namen S42. Ab Dezember 2016 fährt zwischen Muri, Othmarsingen und Brugg die neue S-Bahn-Linie S25 im Stundentakt. Damit wird auch das Birrfeld mit zwei Zügen pro Stunde bedient und Reisende aus dem nördlichen Freiamt erreichen Brugg ohne Umsteigen. Die S3 zwischen Aarau und Zürich verkehrt ab Dezember 2017 während der Hauptverkehrszeit neu im Halbstundentakt.

Infrastruktur anpassen

Weil in Zukunft die Züge auf der Südbahnlinie dichter aufeinanderfolgen, müssen die SBB zudem die Infrastruktur an der Strecke Merenschwand–Mühlau–Sins–Oberrüti anpassen. In erster Linie geht es darum, bestehende Signal- und Kabelanlagen zu verlegen und zu ergänzen. Die Kosten veranschlagen die SBB mit rund 7 Mio. Franken.

Die baulichen Anpassungen auf der gut zehn Kilometer langen Strecke werden rund zwei Monate, vom Juli bis August 2017, dauern, wobei sich die eigentlichen Bauaktivitäten für Fundamente, Masten und Signale auf wenige Wochen beschränken werden. «Mit der Realisierung des Projektes entsteht kein erhöhtes Risiko. Das geplante Projekt stellt weder für den Bahnbetrieb noch für die Umgebung, beziehungsweise Personen eine erhöhte Gefährdung dar», halten die SBB fest. Die Bauausführung erfolgt, wo der Gleisbereich nicht tangiert ist, während des regulären Zugsverkehrs. Im Gleisbereich wird es zu Nachtarbeit kommen, wenn die Betriebs- und Personensicherheit das notwendig machen.