Gemeinderechnung

Die Zufiker sind pflichtbewusste Steuerzahler

Das Zufikerfäscht schloss zwar mit einem Minus, trotzdem sind Hanspeter Füglistaler (links) und Christian Baumann mit dem Rechnungsabschluss zufrieden. kob

Das Zufikerfäscht schloss zwar mit einem Minus, trotzdem sind Hanspeter Füglistaler (links) und Christian Baumann mit dem Rechnungsabschluss zufrieden. kob

Obwohl die Steuereinnahmen geringer sind als erwartet, sind der Gemeindeammann und der Leiter Finanzen zufrieden. In naher Zukunft will Zufikon in den Hochwasserschutz, in Solaranlagen und in einen Neubau auf dem Kindergartenareal investieren.

Dem Zufiker Kässeli geht es gut – die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von fast 790 000 Franken. Das sind über 280 000 Franken mehr als budgetiert. Dies, obwohl man sich bei den Steuereinnahmen minim verschätzt hat: Rund 10,9 Millionen Franken hat die Gemeinde eingenommen, budgetiert waren 11,3 Millionen. «Es kommt selten vor, dass wir die budgetierten Steuererträge nicht erreichen. Aber mit gut drei Prozent Abweichung ist es immer noch praktisch eine Punktlandung», zeigt sich Gemeindeammann Christian Baumann zufrieden. Das gute Gesamtergebnis sei dank konsequenter Kostenkontrolle zustande gekommen. Zudem waren auch einige Kosten, die der Kanton in Rechnung gestellt hat, tiefer als erwartet.

Investition ins Kindergartenareal?

Die Gemeinde hat nur da investiert, wo es nötig war. Der Ausbau des Kindergartens Sonnenhof war mit 320 000 Franken die grösste Investition, verschiedene Strassensanierungen und die Sanierung der Schiessanlage Nüesch standen ebenfalls an.

Ausgaben werden in nächster Zeit insbesondere im Hochwasserschutz auf die Gemeinde zukommen, auch im Bereich erneuerbare Energien möchte Zufikon einen Beitrag leisten. Weitere Ausgaben sind für den Aufbau von Tagesstrukturen geplant. Und auf dem Kindergartenareal, neben dem Feuerwehrgebäude, wird es wohl in absehbarer Zukunft einen Neubau geben; das Gebäude, das heute durch Vereine und die Gemeinde genutzt wird, ist in desolatem Zustand. Noch wird abgeklärt, welche Bedürfnisse die Vereine haben. «Die Investitionen könnten eine, aber auch fünf Millionen betragen, je nach Projekt», so Baumann. Eine mögliche Quelle für solche Investitionen ist die Mehrwertabschöpfung. Wenn Landbesitzer durch Umzonungen zu Bauland kommen, müssen sie, sobald sie das Land überbauen oder verkaufen, 20 Prozent des Gewinns, den das Land durch die Wertsteigerung erhalten hat, der Gemeinde abtreten. «Dieses Geld wird in einem separaten Konto verbucht und ist zweckgebunden», erklärt Hanspeter Füglistaler, Leiter Finanzen. Dass auf diesem Konto in nächster Zeit weitere Zuflüsse folgen, ist absehbar.

Guter Sockel von Steuerzahlern

Glücklich sind die Verantwortlichen auch über die Zahlungsmoral der Zufiker. Der Steuerausstand sei mit gut 8 Prozent immer noch auf einem sehr tiefen Niveau, sagt Baumann. «Wenn wir nur die Steuern anschauen, die per Abschluss 2014 in Verzug sind, sind es nur 1,7 Prozent.» Zufikon verfüge über einen guten Sockel von Steuerzahlern – rund 60 Prozent bewegen sich in der Kategorie mit 40 bis 80 Tausend Franken steuerbarem Einkommen.

Das operative Ergebnis fiel mit einem Minus von 225 000 Franken negativ aus, aber besser als budgetiert (Minus 270 000). Sorgen machen muss man sich deswegen nicht, das Nettovermögen konnte bei über 2 Millionen gehalten werden. Auch das Resultat der Spezialfinanzierungen (früher Eigenwirtschaftsbetriebe genannt), ist erfreulich:
Wasserwerk, Elektrizitätswerk, Wärmeverbund weisen einen Ertragsüberschuss, die Abwasserbeseitigung einen kleinen Aufwandüberschuss aus. Der Zuschuss an die Abfallbewirtschaftung betrug 116 000 Franken, budgetiert waren knapp 76 000 Franken.

Auch die Ortsbürgergemeinde blickt auf gefüllte Kassen, sie erwirtschaftete einen Ertragsüberschuss von 715 000 Franken.

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