Im Klosterdorf wird zünftig saniert, ausgebaut und umgestaltet. Die soeben angelaufenen Tiefbauarbeiten gelten dem einen Kilometer langen Abschnitt der Zürcherstrasse vom Verkehrskreisel Aarauer-/Luzernerstrasse bis zur Ortsausfahrt Richtung Birri.

Wie der kantonale Gesamtprojektleiter Marius Büttiker beim Spatenstich am Freitagnachmittag mitteilte, werden ständig zwei Bauequipen im Einsatz stehen, damit die ohnehin lange, 21-monatige Bauzeit nicht verlängert werden muss.

Trottoirs werden ausgebaut

Bis zur Fertigstellung im Sommer 2017 werden zahlreiche Massnahmen und Arbeitsetappen ausgeführt. Die einen gelten der Werterhaltung, die anderen der Umgestaltung, Aufwertung und Verkehrssicherheit. So wird der gesamte, ziemlich ramponierte Strassenzug komplett saniert und letztlich mit einem lärmoptimierten Deckbelag versehen, was die Anwohner, die in den nächsten Monaten einigen Baulärm und Beeinträchtigungen erdulden müssen, freuen dürfte. Im Zug der Strassensanierung erneuert die Gemeinde Muri auch die alten dortigen Werkleitungen (Wasser, Abwasser).

Diverse Trottoirabschnitte werden ausgebaut und Inseln als Querungshilfen für die Fussgänger montiert. Bei der Ortseinfahrt aus Richtung Birri soll eine Eingangspforte das Tempo des motorisierten Verkehrs drosseln. Ebenfalls eine verkehrsberuhigende Wirkung bei der Zufahrt erwartet Andreas Stockinger, der kantonale Projektleiter der Abteilung Tiefbau, von zwei auf der Fahrbahn markierten Bushaltestreifen. Ganz in der Nähe setzt man als Gestaltungselemente eine kleine Baumallee und zusätzlich einige Einzelbäume.

Betonkreisel und kleine Brücke

Nebst einer neuen kleinen Brücke über die Bünz wird bei der Kreuzung Talstrasse/Klosterfeldstrasse ein kleinerer Verkehrskreisel mit einem Durchmesser von 26 Metern gebaut. «Dieser Kreisel wird kein üblicher Belagkreisel sein, sondern ein zweischichtiger Betonkreisel, was die Dauerhaftigkeit des Bauwerks erhöht», teilte Andreas Stockinger mit. Der eher bescheidene Kreisel werde das Ortsbild mit den Häuserfronten gewiss nicht beeinträchtigen, sondern aufwerten. Im Weiteren müssten an der dicht besiedelten Zürcherstrasse zahlreiche Ein- und Ausfahrten teils zu gewerblich genutzten Liegenschaften angepasst werden.

Nachdem die Gemeinde Muri den Ausbaukredit für die Zürcherstrasse vor vier Jahren genehmigt hatte, sei das Projekt rasch vorangekommen, sagte Marius Büttiker. Auch die 12 Einwendungen von Anwohnern zum Ausführungsprojekt habe man bei Verhandlungen recht zügig bereinigen können.

Beachtliche Kosten

Die Gesamtkosten des Strassenbauwerks samt Planung, Projektierung und Landerwerb betragen 6,5 Mio. Franken Weil es sich um einen Innerorts-Ausbau handelt, tragen der Kanton und die Gemeinde Muri je die Hälfte dieser Kosten. Zusätzlich finanziert die Gemeinde Muri die Werkleitungserneuerung im Betrag von rund einer Million Franken.