Oberwil-Lieli

Die Wohnungsjagd ist eröffnet: Überbauung füllt Kasse und verjüngt das Dorf

So wird sich das «Lieli Städtchen» nach Vorstellung des Architekten in knapp zwei Jahren präsentieren: Mietwohnungen mit Einfamilienhausgefühl.Visualisierung/ZVG

So wird sich das «Lieli Städtchen» nach Vorstellung des Architekten in knapp zwei Jahren präsentieren: Mietwohnungen mit Einfamilienhausgefühl.Visualisierung/ZVG

Die Überbauung Lieli Villette lockt bis in zwei Jahren mit 54 Mietwohnungen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung von Oberwil-Lieli dürfte sich durch den neuen Wohnraum nach unten bewegen.

Das Jagdbläserensemble «Rondo Es» begrüsste mit seinen Fanfarenklängen die Sonne, die von Zürich her kommend den Bauplatz an der Birmensdorferstrasse mit herbstlich orangefarbenem Licht überflutete. Zum Spatenstich der Überbauung Lieli Villette gaben sich Generalunternehmer, Architekt, Gemeindeammann, Investoren und Baukommissionspräsident die Ehre und viel Mühe. Gilt es doch, auf dem 7300 Quadratmeter grossen Grundstück zwischen Birmensdorfer-, Rosen- und Rebenstrasse elf zweistöckige Kleinbauten hochzuziehen.

In einer Bauzeit von knapp zwei Jahren entstehen auf diesem Platz 54 Mietwohnungen zu zweieinhalb oder dreieinhalb Zimmern. Generalunternehmer und Verwaltungsratspräsident der eas free concept ag, Edwin A. Scherrer, dankte in seiner Ansprache den vormaligen Landeigentümern, der Erbengemeinschaft Koller, für den fairen Verkauf, dem Gemeinderat für die speditive Abwicklung des Baugesuchs und den Nachbarn für ihr Wohlwollen.

Gemeindeammann Andreas Glarner, der vor einem Monat gerade erst den neuen Doppelkindergarten und die Alterswohnungen der Gemeinde einweihen durfte, sagte in seiner Rede: «Heute ist ein Freudentag, denn nicht alle Tage kann man ein so grosses Bauvorhaben realisieren.» Noch dazu eines, das der Gemeinde eine runde Million Franken Anschlussgebühren in die Kasse spült.

Auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung dürfte sich durch die neuen Mietwohnungen nach unten bewegen. «Viele junge Leute suchen heute ganz bewusst kleinere Wohnungen», erklärt Edwin A. Scherrer. «Die sind für ein bis zwei Personen ideal. Auch mit einem Kind kommt man in einer Dreieinhalbzimmer-Wohnung noch gut zurecht.»

Ob die Mietpreise dann auch noch jugendfreundlich sein werden, muss sich erst noch zeigen. Diesbezüglich werden sich die drei Investorenfamilien zusammen mit den Immobilienverwaltungen noch absprechen müssen.

Das Projekt, das von Architekt Martin Dönz gestaltet wurde, heisst übersetzt «Lieli Städtchen». Wer in dieses Städtchen einzieht, darf «zur Miete wohnen mit Einfamilienhausfeeling», so die Ankündigung der Erbauer. Die Wohnungen sind zwischen 67 und 92 Quadratmeter gross und verfügen je über eine Loggia von mindestens elf bis maximal 19 Quadratmetern.

Der Innenbereich der Anlage wird durch eine grosszügige Grünfläche bereichert. Auch die Dächer werden begrünt. Entlang der Birmensdorferstrasse ist eine Baumallee geplant, die den naturnahen Eindruck der Überbauung gerade den von Zürich her Anreisenden vor Augen führen soll.

Damit die Arbeiten an diesem Projekt weiterhin so gut flössen, überreichte Gemeindeammann Glarner den Bauleuten, dem Architekten und dem Generalunternehmer noch je eine Flasche Edelbrand: «...für nach der Arbeit.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1