Das hat es – wenn überhaupt – in Wohlen schon lange nicht mehr gegeben. CVP, Dorfverein Anglikon, EVP, FDP, GLP, Grüne und SP veröffentlichen gemeinsam einen Aufruf für die kommunalen Abstimmungen vom 8. März. Nur die SVP macht nicht mit. Das liegt jedoch auf der Hand, denn aus ihren Reihen wurde das Referendum zum Rahmenkredit für das Isler-Areal ergriffen und die SVP sagt auch Nein dazu. Die anderen Parteien sagen Ja zum Kauf und Umbau des Fisher-Scientific-Gebäudes und zum Kredit für das Jacob-Isler-Areal.

«Der Kauf des Fisher-Scientific-Gebäudes mit grosser Landfläche und dessen Umbau für zusammen gut 4 Mio. Franken ist eine einmalige Gelegenheit für Wohlen und ein Entscheid der Vernunft. Die Gemeinde kann Feuerwehr, Werkhof und wahrscheinlich auch Zivilschutz in einer Anlage konzentrieren, verschiedene Betriebsteile gemeinsam nutzen und den grösseren Teil des Bürogebäudes vermieten. In der Bleichi könnte der Werkhof ohne beträchtliche Investitionen nicht auf Dauer weiterbetrieben werden. Gebäude und Gelände können anders und für die Gemeinde vorteilhafter genutzt werden», halten die Parteien zur ersten Vorlage fest.

Keine Vermögenswerte vernichten

Zum Isler-Areal erklären sie: «Wohlen hat 2001 das Isler-Areal für 2,4 Mio. Franken gekauft. Es war die Chance, eine ungenutzte Fläche zu einem lebendigen Zentrum zu entwickeln. 2008 lehnte das Wohler Volk die Initiative Isler-Park mit einer Dreiviertelmehrheit klar ab. Alle Parteien verlangten darauf, das Isler-Areal mit einem Gestaltungsplan zu entwickeln. Er wurde bis 2012 erstellt, vom Regierungsrat genehmigt und ist seit Juni 2013 rechtskräftig.»

Weiter halten die Parteien fest, dass das Isler-Areal in der Kernzone liege und darauf eine Zentrumsüberbauung mit vier gegliederten Baukörpern für hochwertige Wohnungen, für Läden und Gewerbe und für die öffentliche Nutzung (z. Bsp. Polizei, Bibliothek) erstellt werden soll. Daneben seien ein Begegnungsplatz, Fusswege, Freigelände an der Bünz und ein Übergang zur Villa Isler mit dem Strohmuseum sowie unterirdische Parkplätze geplant.

«Ein Investor muss sich an diesen Plan halten und kann nicht bauen, was er will», erklären die Parteien und halten fest: «Das Isler-Areal wird das Wohler Zentrum deutlich aufwerten. Die Wohler Parteien unterstützen eine zukunftsgerichtete Gestaltung des Isler-Areals. Ein Nein zum Kredit führt zu einem zonenwidrigen Zustand und vernichtet Vermögenswerte, was sich Wohlen nicht leisten kann.»

Es sei nun an der Zeit, zu beiden Vorlagen deutlich Ja zu sagen und damit einen entschlossenen Schritt vorwärts für eine gute Zukunft von Wohlen zu tun, erklären die (fast) einigen Wohler Parteien.