Wohlen

Die Wohler Narren bauten ihre Badi gleich selber um

Unter dem Motto «Wohle, euses Märliland» präsentierten die Fasnächtler ihre Träume und Wünsche

Endlich ist das altehrwürdige Wohler Schwimmbad renoviert. Wie viele Stunden wurde im Einwohnerrat schon über das Projekt diskutiert, wie oft stritten sich Politiker über die Finanzierung, suchten Kompromisse, immer wieder aufs Neue.

Kaum ist Wohlen in der Hand der Narren, geht es vorwärts: «Jetzt boued mer d’Badi halt sälber om», fand nämlich der Zämegwürfleti Meierhuufe und zog mit eigenem Schwimmbad, inklusive Rutschbahn und Rettungsringen, durch die Strassen.

Eindrücke vom Wohler Fasnachtsumzug 2016

Aber auch andere Gruppen liessen die Zuschauer am Fasnachtsumzug Wohlen unter dem Motto «Wohle, euses Märliland» träumen. Die Kindergärtler waren als Froschkönige unterwegs, d’Wohler Sirene waren als gestiefelte Kater verkleidet und natürlich durfte auch Aladin und die Wunderlampe nicht fehlen. Wasserpfeife rauchend, hatte Aladin auf dem Fahrzeug der Kammergesellschaft Wohlen eine prima Aussicht auf das närrische Treiben. Und auch der Ehrenkammerer «Niklaus de Chäser» feierte mit seiner Fasnachtsgemeinde.

Die Kindergärtler verzauberten das Märliland als Froschkönige.

Die Kindergärtler verzauberten das Märliland als Froschkönige.

Die Rüüstalwägeler aus Jonen erfüllten all jenen Fasnächtlern einen Traum, die schon immer mal ein Minion sein wollten. In ihrer Minion Factory durften Kinder und Erwachsene auf einem mobilen Sitz Platz nehmen und wurden dann von Station zu Station durchgereicht, um den Wagen mit gelben Gesicht und breitem Grinsen wieder zu verlassen.

Die Pinkinger fuhren mit ihrem Kriegsschiff durch die Wohler Strassen.

Die Pinkinger fuhren mit ihrem Kriegsschiff durch die Wohler Strassen.

Wikingerschiff und Flugzeugträger

Zu der märchenhaften Atmosphäre trugen nebst vielen anderen auch die Hotzewälder Dentike bei, die als «Pinkinger» mit ihrem riesigen Schiff vom Bahnhof zur Zentralstrasse hinauffuhren. Und sogar Piraten waren in «Chly Paris» unterwegs.

Glücklicherweise kreuzte ihr Weg sich nicht mit demjenigen des Knabenvereins Aesch – wer weiss, ob es nicht zu einer Seeschlacht gekommen wäre, denn auch sie waren mit einem Schiff unterwegs: «Em Ueli sin Flugzügträger» feuerte aus allen Rohren Konfetti auf die Zuschauer, und manch ein Wohler, der den Umzug von seinem Wohnzimmerfenster aus beobachtet hat, dürfte am Sonntagabend mit Staubsaugen beschäftigt gewesen sein. Das entlockte manchem Fasnächtler, der trotz Regen am Strassenrand ausharrte, ein schadenfrohes Grinsen.

Natürlich dürfen an einem Umzug auch die Guggenmusiken nicht fehlen – sie machten gut ein Dutzend der 46 Gruppen aus, die am Umzug teilnahmen. Mit der Nummer eins durften die «Nordfäger» die Parade eröffnen und so ihren 40. Geburtstag feierlich begehen.

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