Gemeinderatsreise
Die Wohlener bei den Wohlern – die Berner zu Besuch im Aargau

Der Gemeinderat von Wohlen bei Bern machte Halt in Wohlen bei Villmergen.

Christian Breitschmid
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Gemeinderat Wohlen b. Bern besichtig Wohlen AG Auf ihrer alljährlichen Gemeinderatsreise, machen die Gemeinderäte von Wohlen bei Bern Station in Wohlen AG. Geführt von Alt-Bezirkslehrer Heini Stäger und begleitet von Vizeammann Paul Huwiler, lassen sich die Wohlener Wohlen zeigen.
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Gemeinderat Wohlen b. Bern besichtig Wohlen AG Auf ihrer alljährlichen Gemeinderatsreise, machen die Gemeinderäte von Wohlen bei Bern Station in Wohlen AG. Geführt von Alt-Bezirkslehrer Heini Stäger und begleitet von Vizeammann Paul Huwiler, lassen sich die Wohlener Wohlen zeigen.
Gemeinderäte Wohlen
Gemeinderat Wohlen b. Bern besichtig Wohlen AG Auf ihrer alljährlichen Gemeinderatsreise, machen die Gemeinderäte von Wohlen bei Bern Station in Wohlen AG. Geführt von Alt-Bezirkslehrer Heini Stäger und begleitet von Vizeammann Paul Huwiler, lassen sich die Wohlener Wohlen zeigen.
Gemeinderat Wohlen b. Bern besichtig Wohlen AG Auf ihrer alljährlichen Gemeinderatsreise, machen die Gemeinderäte von Wohlen bei Bern Station in Wohlen AG. Geführt von Alt-Bezirkslehrer Heini Stäger und begleitet von Vizeammann Paul Huwiler, lassen sich die Wohlener Wohlen zeigen.

Gemeinderat Wohlen b. Bern besichtig Wohlen AG Auf ihrer alljährlichen Gemeinderatsreise, machen die Gemeinderäte von Wohlen bei Bern Station in Wohlen AG. Geführt von Alt-Bezirkslehrer Heini Stäger und begleitet von Vizeammann Paul Huwiler, lassen sich die Wohlener Wohlen zeigen.

Christian Breitschmid

Regieren ist kein Zuckerschlecken. Das wissen alle, die sich in ein politisches Amt wählen lassen. Um dem allzeit bereiten Burnout vorzubeugen, unternimmt der Bundesrat darum alljährlich seine Bundesratsreise. Und der Gemeinderat von Wohlen bei Bern tut es dem grossen Bruder gleich: Einmal im Jahr lassen die vier Damen und drei Herren den Amtsschimmel für zwei Tage im Stall und besteigen dafür einen Reisebus, um einer besonders schönen Gegend in der Schweiz einen Besuch abzustatten.

Gute Gelegenheit

Susanne Schori, Vorsteherin des Departements Bildung und Kultur in Wohlen bei Bern, war heuer für die Organisation der Gemeinderatsreise verantwortlich. «Als ich die verschiedenen Möglichkeiten gegeneinander abgewogen habe, da war mir sofort klar, ‹Wohlen meets Wohlen› muss sein.» Die Anfrage der Kollegen aus Bern fiel im Gemeindehaus von Wohlen im Freiamt auf fruchtbaren Boden. Was gibt es auch Schöneres, als Berufungskollegen das eigene Wirkungsfeld zu präsentieren? Vor allem dann, wenn man gerade ein nigelnagelneues Führungsmodell entworfen hat, das man stolz vorzeigen kann, und wenn man mit beiden Beinen mitten im Wahlkampf steht und jede Gelegenheit zum öffentlichen Auftritt sehr gelegen kommt.

Wohlen bei Bern – ein paar Fakten

Im Gegensatz zu Wohlen im Freiamt ist Wohlen bei Bern eine klar ländlich geprägte Gemeinde.
9200 Einwohner verteilen sich auf neun Dörfern und über eine Fläche von 3600 Hektaren.
An der Spitze des Gemeinderates steht der hauptamtliche Gemeindepräsident, Bänz Müller (SPplus). Ihm zur Seite stehen sechs nebenamtliche Gemeinderäte mit je eigenen Departementen.
Aktuell gehören zum Gemeinderat Anita Herrmann (BDP), Eva Zanetti (SPplus), Maria Iannino (Grüne), Susanne Schori (SVP), Stefan Muri (FDP) und Eduard Knecht (FD).

Wohlens Vizeammann, Paul Huwiler, begrüsste die Regierung von Wohlen im Berufsbildungszentrum Freiamt (bbz), wo er «sein» Wohlen mittels einer informativen Powerpointpräsentation und gespickt mit vielen persönlichen Aperçus vorstellte. Die Ratskollegen zeigten sich beeindruckt vom neuen Führungsmodell mit Geschäftsleitung, das in Wohlen ab Legislatur 2018–2021 greifen soll. «Genau mit dieser Entwicklung beschäftigen wir uns in Wohlen auch», sagte der Wohlener Gemeindepräsident, Bänz Müller, nach der Präsentation, «darum sind wir am Wohler Modell sehr interessiert. Wir werden sicher nochmals mit dem Wohler Gemeinderat Kontakt aufnehmen deswegen.»

Auf einem Rundgang durchs Dorf erfuhren die Gemeinderäte von Wohlen viel über Wohlen. Als Fremdenführer fungierte dabei der gebürtige Villmerger und Ortshistoriker Heini Stäger, der den Wohlenern von der Kanti bis zu den Monumenten der Strohbarone alles zeigte, was die Grösse jüngst und längst vergangener Tage beweist. «Ich habe nicht gewusst, dass dieses Wohlen hier einmal so berühmt war», staunte Susanne Schori. «Ich hätte gerne so eine Visitenkarte aus den Strohzeiten, auf der ‹Wohlen – Venedig – Florenz – Paris› draufsteht», grinst Bänz Müller, «das macht Eindruck und es merkt ja keiner, dass das nicht unser Wohlen ist.»

Gleiche Herausforderungen

Eine Führung durch das Wohler Strohmuseum rundete für die Gäste aus Wohlen die Wohlenschau ab, bevor sich Wohler und Wohlener beim gemeinsamen Mittagessen weiter über Wohlen und Wohlen austauschen konnten. «Euer Wohlen wirkt auf mich schon eindeutig städtisch», resümierte Bänz Müller, «unser Wohlen ist dagegen ganz klar ländlich geprägt. Aber die Herausforderungen sind offensichtlich für uns beide die gleichen.»