«Widen soll übers Wochenende vom 24. bis 26. August vom Schlafdorf zum Fest-Dorf werden», erklärt Beat Suter, OK-Präsident des Dorffests. Widen sei eine Schlafgemeinde, und diese gelte es jetzt aufzuwecken und in Bewegung zu bringen. Die Bevölkerung von Widen soll es aus ihren Häusern aufs Festgelände treiben. Das Motto des Dorffestes lautet: «Wide tanzt». «Die Leute sollen im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinne miteinander tanzen und Freude haben», das ist auch der Wunsch von Tom Snedkerud, stellvertretender OK-Präsident.

Seit zwei Jahren wird geplant

Bei den Festvorbereitungen wurde viel Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität gelegt. «Das Fest soll klein aber fein werden», erläutert Beat Suter. Kulinarisch ist so ziemlich das ganze Spektrum abgedeckt, was einen Gaumen erfreuen könnte, und auch unterhaltungsmässig wird viel Abwechslung geboten. Die beiden Leiter des Organisationskomitees freuen sich besonders auf die Band Generell 80 die am Freitagabend im Hauptzelt auftreten wird. «Das ist die Musik aus unserer Generation, das Beste aus den 80er-Jahren», freuen sie sich schon rund zwei Monate vor dem Start des Grossereignisses.

13 Jahre hat es gedauert, bis es gelungen ist, ein OK auf die Beine zu stellen, das mit viel Engagement und Zeitaufwand ein Konzept für ein unvergessliches Dorffest ausgearbeitet hat. Alles musste von Grund auf neu ausgedacht werden. Seit zwei Jahren ist das achtköpfige OK bereits am Planen, und bis es so weit ist, werden wohl noch ein paar unruhige Nächte folgen. Beat Suter erinnert sich an das letzte Dorffest vor 13 Jahren: «Wir hatten schönes Wetter, und das halbe Dorf war auf dem Festplatz anzutreffen.»

Das und noch mehr Wider wünscht er sich auch fürs diesjährige Dorffest. Für die Kinder und Jugendlichen bieten Jubla, Pfadi und Jugi ein spezielles Programm, und am Abend wird es eine Jugenddisco geben. Auch die Schule ist gemeinsam mit den Eltern der Schüler ins Dorffest eingebunden, sie werden ein kunterbuntes Angebot an verschiedenen, internationalen Esswaren anbieten.

Kinder kommen nicht zu kurz

Getreu dem Motto «Wide tanzt» wird es am Samstag Tanzshows zu bestaunen geben, und auch hier wurde darauf geachtet, dass die Tanzgruppen aus der Region Mutschellen stammen. Es gibt Rock ’n’ Roll, orientalischen Tanz, Streetdance und Zumba-Einlagen.

Eines der grösseren Zelte mit Lounge wird die Feuerwehr Widen betreiben, für dessen Aufbau werden 5000 Palette benötigt, man darf auf das Endresultat gespannt sein. Auch die Kosten für das Fest sollen in Schach gehalten werden. Das OK hat sich zum Beispiel überlegt, ob es wirklich nötig ist, fünf Kilometer Verlängerungskabel anzuschaffen, oder ob es auch ausreichen würde, wenn jeder in seinem Keller ein paar davon ausgräbt. Es gilt, pragmatische Lösungen zu finden.

Am Sonntagmorgen, am letzten Tag des Dorffestes, wird es zu Beginn einen ökumenischen Gottesdienst geben. «Erst wird gebetet, dann gefeiert», scherzt Tom Snedkerud. Die beiden OK-Mitglieder hoffen, dass dieses Dorffest der Grundstein für eine neue Tradition sein wird und dass Widen nicht wieder 13 Jahre auf ein nächstes Dorffest warten muss.