Wohlen
Die verzweifelte Suche nach mehr Schulraum

Unbestritten ist, dass die Gemeinde Wohlen mehr Schulraum braucht. Drei wichtige Fragen in diesem Zusammenhang sollen nun geklärt werden: Die wichtigste ist die Standortevaluation für ein neues Bezirksschulhaus.

Dominic Kobelt
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In der Halde werden nicht nur die Veloständer knapp – es braucht auch dringend mehr Schulraum.AW/Archiv

In der Halde werden nicht nur die Veloständer knapp – es braucht auch dringend mehr Schulraum.AW/Archiv

Gleichzeitig interessiert aber auch, ob die Gemeinde nur als Mieterin, als Bestellerin und Eigentümerin oder auch als Bauherrin auftreten soll. Die dritte Frage betrifft die Bauweise, Massiv- oder Systembauweise stehen hier zur Debatte.

Der Gemeinderat stellt den Antrag für einen Kredit über 58 800 Franken für eine Vorstudie zur Umsetzung der Schulraumplanung. Diese soll die Entscheidungsgrundlage liefern.

Handlungsbedarf unbestritten

Ende April wurde der Schulraumplanungsbericht präsentiert, die Experten kamen darin zum Schluss, dass der Schule rund 3000 m2 Nutzfläche fehlen. Die Schulpflege hat den fehlenden Schulraum beim Gemeinderat bestellt und präsentierte ein Raumprogramm für eine neue Bezirksschule.

Aufgrund der Bestellung sei rasch klar geworden, dass die Planung einer neuen Bezirksschule nicht isoliert betrachtet werden könne, schreibt der Gemeinderat. Um mögliche Synergien aufzuzeigen, werde das ganze Schulzentrum Halde in die Planung einbezogen.

Konkret beinhaltet das Projekt vier Schulanlagen, in denen Handlungsbedarf besteht:

Neben dem Bezirksschulhaus (Standortdefinition/Neubau) sind das die Schulanlage Halde (Gebäudesanierung/Umbau Raumanpassungen), der Kindergarten Schulweg (Ersatzneubau) und das Schulhaus Wietlisbach (Umbau Raumanpassungen, eventuell Gebäudesanierung). Der Pavillon Halde und das Provisorium Oberdorfweg sollen aufgehoben oder ersetzt werden.

Neues Schulhaus schafft Spielraum

Der Gemeinderat will die Vorstudie unverzüglich ausarbeiten lassen. Im Zentrum steht die Standortfrage für ein neues Bezirksschulhaus.

Dieses schafft erst den notwendigen Spielraum, um die Platzprobleme in der Primarschule Halde und den weiteren Schulzentren lösen zu können, ist der Gemeinderat überzeugt. Für die Schulraumerweiterung werden insgesamt acht Areale untersucht:

Auf den Parzellen Pilatusstrasse, Merkurareal, Schulzentrum Bünzmatt, Farn und Schulhaus Anglikon wird ein Neubau in Erwägung gezogen. Für die Parzellen Oberdorfweg und Schulzentrum Junkholz wird eine Erweiterung geprüft, für die Bleichi eine Erweiterung als auch ein Neubau.

Wird der Kredit genehmigt, untersuchen Experten die Machbarkeit bezüglich Geschossfläche und Statik. So könnten ungeeignete Areale frühzeitig ausscheiden. Weiter soll abgeklärt werden, ob das Areal im vorgesehenen Sinne verfügbar ist, Vertragsverhandlungen sind aber nicht Bestandteil der Prüfung.

Die Vorstudie wird einen Kostenvergleich zwischen den Standorten umfassen, zudem werden die Folgekosten für die nächsten 30 Jahre für die verschiedenen Realisierungsmodelle geschätzt.

Die Evaluation soll die Vor- und Nachteile der Bauweisen und der Realisierungsmodelle zeigen. Auch ein Etappenplan und eine grobe Schätzung des einzuholenden Planungskredits wird ausgearbeitet.