Wohlen

Die SVP erhebt Anspruch auf das Vizepräsidium

Wird neuer Präsident: Andrea Duschén.

Wird neuer Präsident: Andrea Duschén.

Der Einwohnerrat feiert am Montag sein 50-Jahr-Jubiläum, zum Auftakt gibt es einen Machtkampf zwischen dem inneren und äusseren Ring. Wer schafft es ins Vizepräsidium?

Am Montag feiert der Wohler Einwohnerrat sein 50-Jahr-Jubiläum. Die Sitzung findet deshalb in der Aula der Kantonsschule statt, danach gibt es einen Apéro und einen Imbiss für die amtierenden Mitglieder des Einwohnerrates, den Gemeinderat und geladene Gäste.

Duschén wird neuer Präsident

Sicher ist, dass Andrea Duschén am Apéro mit Freude sein Glas erheben wird und dabei über das ganze Gesicht strahlt. Der FDP-Politiker und heutige Vizepräsident des Einwohnerrates wird am Montag als Nachfolger von Ariane Gregor zum neuen Präsidenten gewählt werden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Seine Kandidatur ist absolut unbestritten.

Anders sieht es mit der Neubesetzung des Vizepräsidiums aus. Nach der SVP mit Marlis Spörri (2012/13), der CVP mit Ariane Gregor (2014/15) und der FDP mit Andrea Duschén (2016/17) wäre für das Präsidium in den Jahren 2018/19 eigentlich wieder der Innere Ring an der Reihe. Das ist nirgends festgeschrieben, hat sich aber seit Jahren so eingebürgert.

Entsprechend haben SP, Grüne, EVP und GLP denn auch mit der Nomination des 27-jährigen Cyrille Meier vorgespurt. Doch die SVP sieht das anders. Sie hat ihren Fraktionspräsidenten Edi Brunner ins Rennen um das Vizepräsidium geschickt. Brunner, der nach der Demission von Andreas Glarner in den Grossen Rat nachrutschen konnte, soll jetzt Vizepräsident werden und in zwei Jahren das Präsidium übernehmen. Seine Kandidatur ist offenbar auch auf der bürgerlichen Seite nicht unumstritten. Zumindest konnte man sich an einer interfraktionellen Sitzung nicht auf einen Kandidaten einigen.

Ausgang der Wahl ist offen

Der Ausgang der Wahl ist offen. Die SVP bringt ihren Kandidaten auch als wählerstärkste Partei nicht im Alleingang durch und auch nicht, wenn sie auf die volle Unterstützung der FDP zählen kann. Das Zünglein an der Waage spielt die CVP. Wenn einige Mitglieder ihrer Fraktion Brunner unterstützen, hat er es geschafft. Wenn nicht, dann wird Meier Vizepräsident. Offiziell hat sich keine Partei zum bevorstehenden Wahlgang geäussert. Man darf deshalb auf die Jubiläums-Sitzung vom Montag gespannt sein, wenn alle Fraktionen ihre Karten offen auf den Tisch legen müssen.

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