Sarmenstorf
Die Strasse nach Seengen kommt voran: Jetzt werden die Werkleitungen verlegt

Im Dezember sollen die Arbeiten an der Seengerstrasse fertig sein.

Andrea Weibel
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Thumb for 'Die Bauarbeiten auf der Seengerstrasse in Sarmenstorf sind in vollem Gange. Hier werden Werkleitungen verlegt.'

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3200 Fahrzeuge benützen normalerweise täglich die Seengerstrasse – derzeit könnte man sie aber vermutlich an einer Hand abzählen. Denn seit Ende Mai ist die Strasse komplett gesperrt. Sie wird saniert, verbreitert und erhält einen verlängerten Gehweg. Seither bedienen täglich zwischen 15 und 20 Arbeitern auf dem 510 Meter langen Strassenstück ihre schweren Maschinen. Sie kommen gut voran: «Die alte Brücke ist abgerissen und die neue steht bereits. Ab Ende Oktober wird sie befahrbar sein», sagt Projektleiter Elmin Jelecevic von der Abteilung Tiefbau des Kantons.

«Auf dem Strassenstück zwischen der Brücke und der Kreuzung Brunnmattenstrasse/Hagmattenweg sind wir mit der Fundationsschicht fertig.» Auf dem restlichen Teilstück östlich der Kreuzung gegen das Dorfzentrum zu «ist die neue Kanalisation bereits zur Hälfte fertig verlegt, dort folgen bereits die Werkleitungen». Eine echte Veränderung werde man aber erst Mitte Oktober erkennen können: «Momentan sieht man vor allem Kieshaufen und Löcher», sagt Jelecevic. «Aber sobald wir die Randabschlüsse drinnen haben, sieht es auch wieder nach einer Strasse aus.»

Umleitung geht 2018 weiter

Die Seengerstrasse soll, wenn alles gut geht, im Dezember wieder für den Verkehr geöffnet werden können. Doch nicht für lange. 2018 sollen dieselben Arbeiten auf einem Teilstück auf Seenger Boden durchgeführt werden. Auf die Frage, warum diese Arbeiten denn nicht zeitgleich ausgeführt wurden, stellt der Projektleiter klar: «Es war wichtig, dass wir mit dem Baustellenverkehr von beiden Seiten her zufahren konnten, sonst hätten wir ein logistisches Problem gehabt. Darum mussten wir die beiden Baustellen zeitlich eben staffeln.» Anschliessend soll das Strassenstück zwischen den zwei Dörfern noch saniert werden. «Dort geht es aber nur um eine Belagssanierung. Bis Ende 2018 sollten alle Arbeiten abgeschlossen sein.» In Seengen stehe man jedoch noch mitten im Submissionsverfahren.

Den Bauabschnitt in Sarmenstorf geht das aber nichts an, hier gehen die Arbeiten wie geplant voran. Bald kann ein zweiter Bautrupp anrücken, was die Arbeiten noch schneller vorantreiben wird. «Das einzig Unvorhergesehene war bisher, dass wir beim Bach mehr Kies aufschütten mussten, um die Strasse zu stabilisieren, weil der Untergrund zu weich war. Sonst läuft alles nach Plan», so Jelecevic.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Kanton auf 3,25 Millionen Franken, davon beträgt der Gemeindeanteil für Sarmenstorf 950 000 Franken. Zusätzlich muss die Gemeinde 1,3 Millionen Franken für Kanalisation, Netzwasser und Beleuchtung aufwänden.