Spitex
Die Spitexvereine im Reusstal flirten nach wie vor heftig miteinander

Die ausserordentlichen Mitgliederversammlungen der Spitexvereine Bremgarten und Kelleramt haben die Fusions-Absicht auf 2014 bekräftigt. Dank einer Fusion soll die Spitex den wachsenden Anforderungen standhalten können.

Fabian Hägler
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Die Spitexvereine wollen künftig enger zusammen arbeiten (Symboldbild) .KEYSTONE

Die Spitexvereine wollen künftig enger zusammen arbeiten (Symboldbild) .KEYSTONE

Die Anforderungen an die Spitex-Organisationen wachsen ständig: Frühere Spitalentlassungen mit der Einführung von Fallpauschalen, komplexere Krankheitsbilder und höhere Ansprüche von Klienten und betreuenden Angehörigen sind schon heute Realität. Dazu kommen Forderungen der Gesundheitsbehörden nach besserer Erreichbarkeit, nach Abend- und Nachtdienst, nach Sicherstellung und Dokumentation der Qualität und nach einem effizienten und kostengünstigen Betrieb.

Fusion seit zwei Jahren geplant

Aus diesen Gründen haben sich die Vorstände der benachbarten Spitexvereine Bremgarten, Eggenwil, Hermetschwil-Staffeln, Zufikon und Kelleramt vor etwa zwei Jahren entschieden, einen Zusammenschluss ihrer Organisationen zu prüfen und das Einverständnis ihrer Auftraggeber, der Gemeinden, einzuholen.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der zwei Vereine und der Gemeinden verfasste – unter Beizug von Organisations- und Rechtsexperten – einen Bericht, der die Vorteile eines Zusammenschlusses aufzeigt. Die zu gründende Spitex Reusstal soll weiterhin die Rechtsform eines Vereins haben. Vorgesehen sind ein Vorstand, mit einer operativen Gesamtleitung und einem Standort.

Für die Einsätze vor Ort sollen zwei Teams zuständig sein, die in den Bereichen Bildung, Qualitätssicherung und Administration von der Zentrale unterstützt werden. «Den Klientinnen und Klienten steht bei gleich guter Betreuung wie bisher ein breiteres Dienstleistungsangebot zur Verfügung, die Mitarbeitenden profitieren von flexibleren Einsatzzeiten und einem breiteren Aus- und Weiterbildungsangebot und für die Vereinsmitglieder ergeben sich kaum Veränderungen», heisst es in einer Mitteilung der beiden Spitexvereine.

Ja von Gemeinden und Mitgliedern

Die Vertragsgemeinden haben der Fusion im Grundsatz zugestimmt; die Leistungsvereinbarung zwischen ihnen und der Spitex Reusstal soll in den nächsten Monaten bereinigt und unterschrieben werden.

An zwei ausserordentlichen Mitgliederversammlungen der Spitexvereine wurden die Teilnehmenden über das Fusionsprojekt informiert. Die Mitglieder haben am 8. November im Kelleramt und am 13. November in Bremgarten dem Antrag der Vereinsvorstände klar zugestimmt. Die Verantwortlichen der Vereine gehen nun daran, zusammen mit den Mitarbeitenden die «neue Spitex» nach den verschiedensten Kriterien zu organisieren und die Vorbereitungen zu treffen, damit Anfang 2014 die definitive Zustimmung erteilt werden kann und eine gut funktionierende «Spitex Reusstal» ihren Betrieb aufnehmen kann.