Bisher konnten die Pflegefachleute der Spitexorganisation Freiamt – ihr Tätigkeitsgebiet umfasst die Gemeinden Wohlen-Anglikon und Waltenschwil – lediglich auf ein einziges Auto zurückgreifen. Termine haben sie dennoch keine verpasst. «Es ging mit einem Fahrzeug, eine gute logistische Planung war bei unserem steigenden Aufgabenbereich jedoch unerlässlich», sagt Vorstandspräsident Domenic Philipp. Künftig wird die Planung etwas einfacher. Dank verschiedenen grosszügigen Sponsoren konnte die Spitex zwei neue Autos anschaffen. Am Freitag sind die beiden VW up mit einer kleinen Zeremonie vom Lieferanten Auto Käppeli offiziell in Betrieb genommen worden.

Umweltfreundlich unterwegs

«Die Spitex ist jetzt nicht nur flott, sondern auch umweltfreundlich unterwegs», schmunzelte Philipp bei der Vorstellung der kleinen Stadtflitzer. Die 68 PS starken Fahrzeuge verfügen über die BlueMotion Technology, ihr Motörchen wird vorwiegend mit Erdgas betrieben, der kleine Vorrat im Benzintank dient lediglich für den Notfall.

«Diese Autos haben eine Reichweite von rund 1400 Kilometern. Der CO2-Ausstoss liegt 40 bis 50 % tiefer als bei einem normalen Benziner, die Feinstaubbelastung sinkt mit dem Erdgasbetrieb sogar um 90 % Prozent», erklärte Diego Schultheiss von der Auto Käppeli AG.

Investiert werden mussten pro Fahrzeug rund 14 000 Franken, das ist dank einem Entgegenkommen der Lieferfirma deutlich weniger als der Listenpreis von rund 20 000 Franken. An der Finanzierung beteiligt haben sich verschiedene Sponsoren mit namhaften Beiträgen. So die katholische und die reformierte Kirchgemeinde Wohlen sowie die katholische Kirchgemeinde Waltenschwil, die Brockenstube Wohlen und die Wohler Stiftung Peter Dreifuss. Auch die ib Wohlen AG, bei der Domenic Philipp als Geschäftsleiter des Bereichs Energie tätig ist, hat ihren Beitrag zur Anschaffung geleistet.

Die Spitex Freiamt ist laut Geschäftsleiterin Christine Kaspar Frei gut aufgestellt. Zurzeit umfasst das Team rund 30 Pflegefachleute, die sich 16 Vollzeitstellen teilen.