Wohlen
Die Spitex Wohlen verabschiedet eine Führungsfigur

Als Vereinspräsidentin und Geschäftsführerin prägte Elisabeth Zimmermann-Mäschli die Arbeit des Spitex-Krankenpflegevereins Wohlen in den letzten Jahren. Am Freitag wurde sie in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Jörg Baumann
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Geschäftsführerin Christine Kaspar Frei, Vereinspräsident Domenic Philipp und das Ehepaar Elisabeth und Robert Zimmermann-Mäschli (von links). BA

Geschäftsführerin Christine Kaspar Frei, Vereinspräsident Domenic Philipp und das Ehepaar Elisabeth und Robert Zimmermann-Mäschli (von links). BA

Elisabeth Zimmermann war der ruhende Pol in einem zuweilen hektischen Betrieb. Sie behielt stets die Übersicht und eine erstaunliche Gelassenheit, auch wenn die Arbeitslast fast übermenschliche Kräfte beanspruchte. Für die im Gesundheitswesen häufig gewordenen Veränderungen fand sie ausserdem stets ein offenes Ohr. So beteiligte sie sich auch am Umzug der Spitex von einer kleinen Wohnung am Sorenbühlweg in den neuen, grosszügig gestalteten Stützpunkt an der Bahnhofstrasse.

Der neue Stützpunkt sei mit einem Subventionsbeitrag des Spitex-Verbandes und dank des guten Beziehungsnetzes von Elisabeth Zimmermann mit grosszügigen Spenden fast ohne öffentliche Gelder eingerichtet worden, bemerkte die Spitex-Vizepräsidentin Bertha Hübscher. Auch habe sie die elektronische Leistungserfassung für die Pflegefachfrauen und für die Hauspflegerinnen zielbewusst vorangetrieben.

Grosse Umstellungen brachten zudem das neue Pflegegesetz. Mit den Gemeinden Wohlen und Waltenschwil, aber auch mit Pro Senectute und der Onkologie- und Kinderspitex mussten Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden.

«Vorbildlich geführter Stützpunkt»

Als Führungsfigur in der Spitex habe die scheidende Präsidentin und Geschäftsführerin immer und auch am Spitextag den wichtigen Kontakt zur Bevölkerung aufrechterhalten, sagte Bertha Hübscher. Zudem sei Elisabeth Zimmermann das Wohl ihrer Mitarbeiterinnen ständig ein grosses Anliegen gewesen. Nebst dem anstrengenden Beruf bildete sie sich zur Managerin in Non-Profit-Organisationen weiter.

Elisabeth Zimmermann hinterlasse einen vorbildlich geführten Spitex-Stützpunkt, erklärte die Vizepräsidentin. Dabei konnte sie auch auf die Unterstützung von Ehemann Robert Zimmermann zählen. Er betätigte sich jeweils an den Spitex-Veranstaltungen als «Hoffotograf» und betreute die Homepage der Organisation.

Ein Kratten voller Geschenke

Als Vorstandsmitglied brachte Maya Meier einen ganzen Kratten von Geschenken mit, die der Geehrten den Abschied etwas versüssen sollten. So darf sie mit ihrem Ehemann dank eines Gutscheins an eine Kamelienschau ins Tessin reisen und mit dem Wohler Kutschenfahrer Hansruedi Meier eine Rundreise durch Wohlen erleben. Maya Meier verriet auch, dass das Ehepaar Zimmermann liebend gerne einen Italienischkurs in Florenz belegen würde. «Auch dazu wünschen wir Euch alles Gute», meinte sie.

Vom Amt als Präsidentin konnte sich Elisabeth Zimmermann bereits im Verlauf dieses Jahr entlasten. An ihrer Stelle übernahm Domenic Philipp, Vizeammann in Waltenschwil, diesen Posten. Als neue Geschäftsführerin wurde kürzlich Christine Kaspar Frei, vorher Geschäftsleiterin des Spitex-Vereins Brugg, installiert.