Wohlen
Die SP ist klar für einen Steuerfuss von 115 Prozent

Die SP sagt, nur mit einer Steuererhöhung könne in Wohlen die Infrastruktur nachhaltig saniert werden.

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Die SP will den Steuerfuss in Wohlen um zwei Prozentpunkte auf 115% erhöhen.

Die SP will den Steuerfuss in Wohlen um zwei Prozentpunkte auf 115% erhöhen.

Christian Breitschmid

«Dass es im Einwohnerrat eine links-grüne Mehrheit gibt, die den rechtsbürgerlichen Schulterschluss überstimmen kann, wäre aus Sicht der SP natürlich wünschenswert. Zurzeit ist das aber eher eine verzerrte Realität im Wohler Parlament», hält die SP zur aktuellen Budgetdiskussion fest. In der Debatte zum Voranschlag 2019 hätte sich schlicht und einfach eine «Mehrheit der Vernunft» aus dem Einwohnerrat herausgebildet und die Vorlage gutgeheissen.

«Die Nein-Sager, die wohl eher an der Quantität der Anträge gearbeitet haben und dabei die Qualität vermissen liessen, fühlen sich nun betupft», hält die Partei weiter fest. Exemplarisch zeige sich das bei Anträgen wie der Kürzung von 8000 Franken für die «Schuelreisli» der Kinder oder bezüglich der Sicherheitsbeurteilungen der Spielplätze. Solche Anträge seien frei von jeglichem Sinn.

Unter dem Deckmantel «Sparbemühungen» versuche man, auf die Investitionsbremse zu treten. «Ist es nicht genau diese Zurückhaltung der vergangenen Jahre, die uns nun einholt in Wohlen?», fragt die SP und hält fest, es mache Sinn, langfristige und nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen. Das bewahre die Gemeinde vor grösseren Überraschungen. Auch Unternehmer würden jährlich in die Infrastruktur ihrer Firmen investieren und so die Konkurrenzfähigkeit und die Attraktivität als Arbeitgeber erhalten.

Konkurrenzfähig und attraktiv seien zwei Begriffe, die durchaus auf die Gemeinde passten: «Halte ich in Schuss Haus und Schopf, fällt mir das Dach nicht auf den Kopf!» Ein effizientes Investitionscontrolling sei ein wichtigerer Faktor für den langfristigen Erfolg der Gemeinde Wohlen als negative Investitionsbremsen.

Den Haushalt zu sanieren und zu stabilisieren, die Schulden abzubauen und die Aufgaben auf Gemeindeebene erfolgreich zu meistern, sollte das Ziel von allen sein. Der Weg dahin führe in der aktuellen Lage aber nicht an der Steueroptimierung vorbei. Jahrelang habe der Steuerfuss 113% betragen, neu wäre eine Optimierung um 2% angedacht. «Heute übernehmen wir bereits die Verantwortung für die Generation von morgen», schreibt die SP. (az/to)