Sins
Die Sinser Bürger haben eine eigene, lokale Recyclingstelle

Vorbei mit weit fahren – Sinser können jetzt sämtliche Werkstoffe bequem in der Giessenmatt entsorgen. Ganze Wagenladungen Sperrgut, Karton, Metall, Elektrogeräte, Keramik und andere ausgemusterte Gegenstände wurden zur Eröffnung angeliefert.

Cornelia Bisch
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Schon bald nach der Eröffnung herrscht reger Betrieb.

Schon bald nach der Eröffnung herrscht reger Betrieb.

Auf dem frisch eröffneten Giessenmattareal sämtliche Wertstoffe bequem entsorgen und im Anschluss daran eine Tasse Kaffee mit Gipfeli spendiert bekommen – das liessen sich die Sinser nicht entgehen. Ganze Wagenladungen Sperrgut, Karton, Metall, Elektrogeräte, Keramik und andere ausgemusterte Gegenstände wurden angeliefert und in die bereitstehenden Mulden geworfen.

Nach der Gemeinde Auw nimmt nun auch Sins den eigenen Recyclingpark in Betrieb. «Ich bin froh, dass ich nun im eigenen Dorf entsorgen kann», kommentierte eine dankbare Bürgerin. «Früher habe ich mich immer wie eine Verbrecherin gefühlt, als ich zur Entsorgungsstelle Furenmatt nach Cham fuhr».

Gemeinderätin Andrea Moll und Paul Conrad, Mitarbeiter des Bauamts, eröffneten die Anlage, indem sie einen symbolischen Zopfteig-Schlüssel vom Bereichsleiter Tiefbau der Bauverwaltung Daniel Wachter entgegen nahmen, unter dessen Hauptverantwortung die Anlage entstanden war.

«Abfall ist wertvoll und soll gesammelt, aufbereitet und neu genutzt werden», sagte Andrea Moll. Abfall sachgerecht zu entsorgen heisse, Verantwortung zu übernehmen. «Wir vom Gemeinderat Sins sind der Ansicht, dass die Abfallentsorgung Aufgabe der Gemeinde ist.»

Ein noch nicht überzeugend gelöstes Problem sei die Wiederverwertung von Plastik. «Eine Lösung für alle Sorten von Plastik gibt es noch nicht.» Man werde aber am Ball bleiben und reagieren, falls sich dies ändere, so Moll.

Momentan wird die Anlage vom bestehenden Mitarbeiterteam des Bauamtes betrieben. «Es ist geplant, dass jeweils zwei Personen anwesend sind», erklärte Paul Conrad. «Auf diese Weise haben wir eine kostengünstige Lösung», ergänzte Andrea Moll.

«Wie hoch die Personalkosten sein werden, wissen wir noch nicht. Wir werden einige Monate Erfahrungen sammeln, dann eine Bestandsaufnahme machen und allenfalls Änderungen vornehmen», führte die Gemeinderätin aus.

Patrik Geisselhardt, Geschäftsführer von Swiss Recycling erklärte, was eine gute Sammelstelle ausmache: «Eine gute Logistik sowie eine Beschriftung, die gut informiert und Wertigkeiten aufzeigt.»

Er dankte der Gemeinde Sins, dass sie als erste der Schweiz die neu entwickelte Beschriftung in Form von informativen Metallfahnen für ihren Recyclingpark gewählt habe. «Damit ist sie gewissermassen Pionierin und Pilotgemeinde».

Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr; Samstag: von 9 bis 11.30 Uhr.

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