Muri

Die sehr geschätzte Allrounderin: Yvonne Zimmermann feiert im St.Martin ein seltenes Arbeitsjubiläum

Treue Mitarbeiterin im St.Martin: Yvonne Zimmermann.

Treue Mitarbeiterin im St.Martin: Yvonne Zimmermann.

Dass ihr 30-Jahr-Jubiläum als Angestellte eine spezielle Würdigung verdienen soll, kann Yvonne Zimmermann nicht so richtig nachvollziehen. «Ich mache ja nur meine Arbeit», sagt die 60-Jährige.

«Yvonne Zimmermann ist die Verlässlichkeit in Person», windet ihr der Betriebsleiter des Murianer Alterswohnheims St.Martin, Josef Villiger, ein Kränzchen, «und dass jemand während 30 Jahren beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr». Dass Zimmermann einst im Oberfreiamt landen würde, war nicht geplant. «Nach der Schulzeit in Cham absolvierte ich in Baar ein Haushaltslehrjahr», erzählt sie. Danach habe sie im Altersheim Chlösterli in Unterägeri eine Stelle gefunden und während zehn Jahren gearbeitet.

Eines Tages habe ihr ein Bewohner gesteckt, dass sie «dort unten in Muri» eine Hauswirtschaftsangestellte suchen würden. Grund: Im Klosterdorf entstand Anfang der 90er-Jahre der Neubau des Alterswohnheims St.Martin. Zimmermann bewarb sich auf die Stelle und bekam den Zuschlag. «Das Rohbaufest 1990 habe ich noch miterlebt. Und auch die Züglete in den Neubau zwei Jahre später.» Bis vor einem Jahr arbeitete sie in der Pflege und der Hauswirtschaft. Seither versieht sie ihren Dienst in einer 60-Prozent-Anstellung in erster Linie in der Hauswirtschaft. «Es gefällt mir immer noch sehr, hier zu arbeiten. Im Team haben wir es gut, die Vorgesetzten sind nett – es passt.»

Die letzten Monate mit den Einschränkungen für Bewohner und Angestellte seien nicht einfach gewesen. Sie habe die Pandemie gut überstanden, im Gegensatz zur Zeit vor Corona. «Im Januar habe ich mir einen Fuss- und Schienbeinbruch zugezogen. Das war Pech», blickt sie zurück. Zimmermann ist Single, eine Familie zu gründen war nie ein Thema. Dafür legt sie gerne in der hauseigenen Kapelle Hand an, wenn es gilt, Gottesdienste vorzubereiten. Und wer nicht teilnehmen kann, dem bringt sie auch gern die Hostie zur Kommunion ins Zimmer. (rubu)

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