Bremgarten

Die Schulpflege organisiert sich neu – die Schulführung soll noch besser werden

Schulpflegepräsident Andreas Rauch mit Schulleiter Guido Wirth vor der Schulanlage Isenlauf. Toni Widmer

Schulpflegepräsident Andreas Rauch mit Schulleiter Guido Wirth vor der Schulanlage Isenlauf. Toni Widmer

Die Schulpflege von Bremgarten präsentiert erstmals ihr Strategiepapier für die laufende Legislaturperiode. Der Wandel der Schulpflege von der operativen zur strategischen Behörde sei mit dem neuen Konzept definitiv vollzogen.

Wenn er jemanden in Bremgarten frage, wie es der Schule gehe, dann sage dieser jemand mit ziemlicher Sicherheit: «Ich denke gut», sagt Schulleiter Guido Wirth. Wenn er jetzt nachhake und frage: «Wieso weisst du, dass es unserer Schule gut geht», dann gerate das Gespräch ebenso sicher ins Stocken. «Was ich damit sagen will, ist, dass wir vieles, was an unserer Schule gut oder weniger gut läuft, nicht immer exakt fassen und deshalb auch oft nur unzulänglich erklären können», sagt Wirth.

Mit der strategischen Planung, die von der neu zusammengesetzten Schulpflege erstmals erarbeitet worden ist, soll die Führung der Bremgarter Schule noch professioneller und noch transparenter werden: «Von fünf Mitgliedern der Schulpflege sind drei neu im Amt. Diesen Wechsel haben wir zum Anlass genommen, Führungsstrukturen und Rollenverteilung grundsätzlich zu überdenken und unsere Strategie für die laufende Amtsperiode zu definieren», erklärt Schulpflegepräsident Andreas Rauch.

Im Prinzip ein Legislaturprogramm

Mit dem vorliegenden Konzept ist der Wandel der Schulpflege von der operativen zur strategischen Behörde definitiv vollzogen und die Aufgabenteilung zwischen ihr und der Schulleitung klar. Für Guido Wirth ein wichtiger Schritt vorwärts: «Es hat naturgemäss etwas gedauert, aber das Konzept ‹Neuorganisation der Schule Aargau› fängt jetzt langsam an, zu greifen.»

Was sich auf dem Papier im ersten Augenblick sehr komplex präsentiert, ist im Grunde recht einfach. Die Schulpflege hat ihr Aufgabengebiet in die Bereiche «Ressourcen/Infrastruktur», «Kommunikation», «Personelles», «Entwicklung» und «Betrieb» unterteilt, jedem Bereich die entsprechenden Aufgaben zugeteilt und die Ziele mit dem entsprechenden Zeithorizont festgelegt. Klar geregelt sind dabei auch die Verantwortlichkeiten.

Ein paar konkrete Beispiele: Die Schulpflege Bremgarten will bis im August 2016 die Schulraumplanung auf die zukünftige Entwicklung vorbereiten. Schulraum und Mobilien sollen in genügender Anzahl bereits stehen. Schon bis im September 2014 umgesetzt sein soll ein Konzept «Finanzcontrolling», welches den Fluss der Finanzströme in der Schule Bremgarten aufzeigt und erläutert. Auch heisse Eisen will die Behörde in den nächsten vier Jahren anpacken. So etwa das Thema die Einführung von Blockzeiten sowie die Realisierung einer Tagesschule in Hermetschwil-Staffeln. Im Mai 2016 soll dazu ein Bericht vorliegen. Ganz wichtig ist der Schulpflege Bremgarten auch der Einbezug der Eltern. Noch für das laufende Jahr ist die Bildung von Elternsteuergruppen geplant.

Das vorliegende Strategiepapier wird alljährlich im Frühling überarbeitet, ergänzt und angepasst. «Das bedeutet viel Denkarbeit», sagt Guido Wirth, «doch danach ist die Richtung definiert und wir haben unsere Köpfe wieder frei zum Arbeiten.»

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