Beinwil
Die Schulhaus-Erweiterung kommt günstiger als budgetiert

Gute Kunde für die Stimmberechtigten von Beinwil: Die Schulhaus-Erweiterung ist 145000 Franken günstiger ausgefallen als budgetiert.

Eddy Schambron
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Die Schulraumerweiterung kommt die Beinwiler weniger teuer als veranschlagt. ES

Die Schulraumerweiterung kommt die Beinwiler weniger teuer als veranschlagt. ES

Eddy Schambron

Die Gemeindeversammlung in Beinwil kann am 25. November von einer positiven Kreditabrechnung zur Schulhauserweiterung Kenntnis nehmen. Sie schliesst rund 145'000 Franken günstiger ab als veranschlagt. In ähnlicher Höhe bewegen sich die Kosten für die Aufnahmen der Hausanschlüsse zur Abwassereinleitung: Dafür sind 125'000 Franken notwendig, werden aber aus der Abwasserkasse genommen. Traktandiert sind weiter das Löschen des Baurechts beim Feuerwehrmagazin Wallenschwil und das Budget 2017 mit einem Steuerfuss von 109 Prozent.

Für die Erweiterung des Schulhauses hatte der Souverän 3,3 Mio. Franken bewilligt. Zuvor wurden bereits zwei Spezialkredite von 140'000 Franken für die Durchführung eines Projektwettbewerbes und 350'000 Franken zur Vornahme der Bau- und Detailplanung genehmigt, was einen Gesamtkredit von rund 3,79 Mio. Franken ergibt. Die Bruttoanlagekosten belaufen sich auf 3,645 Mio. Franken. «Der bewilligte Gesamtkredit konnte trotz zahlreichen Mehrleistungen und dadurch entstandene Mehrwerte im und am Bauwerk, sowie in dessen Umgebung, um 144'982 Franken unterschritten werden», hält der Gemeinderat fest.

Abwasseranschlüsse

Die häuslichen Abwasser fliessen über Sammelleitungen zur Verbandsanlage in Merenschwand/Rickenbach. Grundsätzlich sind alle überbauten Liegenschaften am öffentlichen Kanalnetz angeschlossen. Für den korrekten Betrieb und Unterhalt der Hausanschlüsse sind die Grundeigentümer verantwortlich, die Gemeinde ist jedoch verpflichtet, ihre Aufsicht wahrzunehmen. Damit die periodisch vorgeschriebenen Zustandskontrollen bei den Liegenschaftsanschlüssen jedoch durchgeführt werden können, sind brauchbare Arbeitsgrundlagen – ein verlässlicher Leitungs- beziehungsweise Hausanschlusskataster – notwendig.

Die Gemeinden haben bis Ende dieses Jahres über sämtliche öffentlichen und privaten Abwasseranlagen einen solchen Kataster zu erstellen. Gesamthaft sind in Beinwil rund 400 Haushaltanschlüsse aufzunehmen. Die Aufnahmen bilden zugleich die Grundlage für allenfalls notwendige Sanierungen. Die Aufnahme, Beurteilung und Einmessung der Hausanschlüsse ist mit 83'000 Franken budgetiert.

Dazu kommt die Ersterstellung des Leitungskatasters in digitalisierter Form; heute wird das kommunale Leitungskataster Abwasser nur grafisch auf Transparentpausen verwaltet. Das verursacht nochmals Kosten in der Höhe von 28 000 Franken. Verschiedene Nebenarbeiten schlagen zudem mit 14'000 Franken zu Buch. Die Finanzierung soll aus vorhandenen Mitteln des Eigenwirtschaftsbetriebes erfolgen. Die notwendigen baulichen Sanierungen sind jedoch von den entsprechenden Anlagen-, beziehungsweise Hauseigentümer zu bezahlen.

Das Budget 2017 der Gemeinde Beinwil rechnet mit einem Aufwand von 4,889 Mio. Franken und einem Ertrag von 5,022 Mio. Franken. Der Ertragsüberschuss beträgt 133'120 Franken. Das Budget wird mit einem unveränderten Steuerfuss von 109 Prozent zur Annahme unterbreitet.