Muri
Die Schüler in Muri werden mit dem Springseil zu Bewegungsprofis

Mittelstufenklassen des Schulhaus Badweiher in Muri machen beim Projekt «schule bewegt» mit. Das Projekt soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, dass sie sich mehr bewegen und eine Abwechslung zum alltäglichen Unterricht erhalten.

Barbara Hagmann
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Nicolas Fischer, mehrfacher Rope-Skipping-Schweizermeister, zeigt den Schülern in Muri seine Trickshag

Nicolas Fischer, mehrfacher Rope-Skipping-Schweizermeister, zeigt den Schülern in Muri seine Trickshag

Heutzutage werden Velo, Kickboard oder Fussball gerne gegen Gameboy, Fernseher oder sonstige Medien eingetauscht. Deshalb ist es wichtig, Kinder zu motivieren, sich ausreichend zu bewegen. Das Bundesamt für Sport (Baspo) hat sich diesem Thema angenommen und das Projekt «schule bewegt» lanciert. Jährlich engagieren sich rund 3000 Schulklassen in diesem Programm.

Unter ihnen ist die Mittelstufe Schulhaus Badweiher in Muri, welche gestern Dienstag in den Genuss eines Schulbesuchs kam. «Insgesamt neun unserer zwölf Schulklassen machen bei diesem Projekt mit», erklärte die Stufenleiterin Yvonne Leuppi. Leuppi sieht das Programm einerseits als Chance, dass sich die Schulkinder mehr bewegen. Andererseits sei es eine gute Möglichkeit, um den Unterricht sinnvoll zu unterbrechen und mit einer Bewegungssequenz zu bereichern.

Rope-Skipping-Meister zu Gast

Pro Schuljahr werden schweizweit 20 Schulen per Los für einen Schulbesuch ausgewählt. «Den Besuch sehen wir als Belohnung für das aktive Mitmachen der Schüler», erläuterte Evelyne Dürr, Programmleiterin von «schule bewegt» beim Baspo.

Am Schulbesuch mit dabei ist ein Götti oder eine Gotte. Die Projektpaten sind selbst Spitzensportler und trainieren während des Schulbesuchs zusammen mit den Kids. «Die Athleten und Athletinnen sind ebenfalls vom Bewegungsprojekt begeistert», bekräftigte Dürr.

Beim Trainingstag im Schulhaus Badweiher war Nicolas Fischer zu Gast. Der mehrfache Rope-Skipping- Schweizermeister und Finalist der Fernsehshow «Schweizer Talente» im Jahr 2011, trainiert seit seinem vierten Lebensjahr.

Autogrammstunde als weiterer Höhepunkt

Neben ein paar Tricks und Kniffs beim Seilspringen, begeisterte Fischer die Murianer Mittelstufenschüler einer Showeinlage. «Das anschliessende Fotoshooting und die Autogrammstunde sind weitere Höhepunkte», sagte die Programmleiterin.

Aber nicht nur das Seilspringen wurde geübt; mit ein paar wenigen Hilfsmitteln richtete das Team einen Parcours ein, welcher Bewegung und Spass vereinte. «Es braucht keine kostspieligen Trainingsgeräte um sich sinnvoll zu bewegen», ist Dürr überzeugt und doppelte nach: «Je einfacher, desto besser können es die Kids nachmachen.»