Oberwil-Lieli
Die Schule in Oberwil-Lieli bleibt auf dem Prüfstand

Obwohl alle Ampeln auf Grün stehen, haben die Kündigung und Freistellung der Schulleitung Anfang dieses Jahres sowie die Abgänge von Lehrpersonen diesen Sommer zu Verunsicherungen geführt.

Erna Lang-Jonsdottir
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Die Kommunikation und das Qualitätsmanagement der Schule sollen verbessert werden.

Die Kommunikation und das Qualitätsmanagement der Schule sollen verbessert werden.

sl

Die Primarschule Oberwil-Lieli ist grundsätzlich gut – das zeigt der Schlussbericht der externen Schulevaluation (ESE). Doch obschon alle acht Ampeln grün leuchten, stehen an der Schule Verbesserungen an.

Wie in der Medienmitteilung der Schule zu lesen ist, haben die Kündigung und Freistellung der Schulleitung Anfang dieses Jahres sowie die Abgänge von Lehrpersonen diesen Sommer zu Verunsicherungen in Bezug auf die Schulführung geführt. Dies zeigt sich auch in der ESE der Fachhochschule Nordwestschweiz, die im Auftrag des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) Schulen unter die Lupe nimmt und sie auf ihre Funktionstüchtigkeit prüft.

Freistellung löst Unbehagen aus

Was genau innerhalb der Schulleitung schiefgelaufen ist und wieso zwei Kindergartenlehrpersonen, eine Klassenlehrperson, die IHP-Lehrperson sowie vier weitere Lehrpersonen gekündigt haben, darüber geben weder der Gemeinderat noch die Schulpflegepräsidentin Elisabeth Strebel Auskunft: «Das unterliegt der Schweigepflicht», sagt Strebel gegenüber der az. Gemäss Auskunft von Strebel ist die Stelle der Schulleitung mit Dorothea Oldani nach den Sportferien neu besetzt worden.

«Der Neustart ist gut gelungen», hält Strebel fest. Wie der ESE zu entnehmen ist, ist aber bei den Lehrpersonen eine gewisse Verunsicherung spürbar. «Die Verunsicherung in Bezug auf die Schulführung ist eine Folge des Wechsels in der Schulleitung, der unter schwierigen Bedingungen stattgefunden hat», erklärt Strebel. Die Freistellung der Schulleitung, sowie die diffamierenden Artikel im Anzeiger «Wochenfalter», hätten bei vielen Lehrpersonen Unbehagen ausgelöst.

«Mit der neuen Schulleitung ist der Boden für einen Neustart gelegt.» Damit dieser gelinge, müsse die Kommunikation innerhalb der Schule und auch nach aussen verbessert werden.

Qualität soll nicht leiden

Wie die ESE zeigt, besteht neben der Kommunikation auch Handlungsbedarf im Qualitätsmanagement. Die ESE bemängelt, dass zwar viel Energie in die Planung und den Aufbau eines Qualitätsmanagements investiert worden sei, die Arbeit jedoch bisher noch keine Früchte trage.

«Nach den Sommerferien wird die Schulpflege gemeinsam mit der Schulleitung festlegen, welche Massnahmen ergriffen werden müssen, um die Schule gezielt weiterzuentwickeln», sagt Strebel. «Die für die Kommunikation und das Qualitätsmanagement erarbeiteten Massnahmenpläne werden dem Inspektorat bis Ende Jahr vorgelegt», blickt sie in die Zukunft.

«Wir sind über die positive Beurteilung und über die Verbesserungsvorschläge erfreut, die aus der externen Schulevaluation hervorgehen», sagt Strebel. Der personelle Wechsel und die damit verbundenen Probleme hätten sie herausgefordert. «Ich habe grosses Vertrauen, dass wir auf einem guten Weg sind.» Wie in der Mitteilung der Schule zu lesen ist, stehen Schulpflege, Schulleitung und Kollegium in der neuen Konstellation vorerst auf dem Prüfstand.

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