Muri
Die SBB-Unterführung bleibt auch in Zukunft so schmal, wie sie ist

Die Sanierung der Zürcherstrasse kann frühestens im Spätherbst beginnen. Danach ist über eine längere Zeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Alle Wünsche können bei der Sanierung leider nicht erfüllt werden.

Eddy Schambron
Drucken
Teilen
Diese Verengung der SBB-Unterführung wird bleiben; eine Ausweitung oder eine separate Personenunterführung wären zu teuer.es

Diese Verengung der SBB-Unterführung wird bleiben; eine Ausweitung oder eine separate Personenunterführung wären zu teuer.es

Eddy Schambron

Im April dieses Jahres war Gemeinderätin Milly Stöckli zu optimistisch. Damals erklärte sie, bei der Sanierung der Zürcherstrasse werde neben der Verengung im Bereich Verenagässli auch die SBB-Unterführung mit einem zweiten Durchstich für den Langsamverkehr entschärft.

Doch daraus wird nichts. Zu teuer, zu schwierig, das haben zwischenzeitlich die Abklärungen ergeben. Eine Verbreiterung der SBB-Unterführung oder eine zusätzliche Personenunterführung bei der Sanierung der Zürcherstrasse kommt nicht infrage.

Die SBB planen einen Umbau der Gleisanlagen im Bahnhof Muri und ein neues Wendegleis. Diese Bauvorhaben tangieren das Strassenprojekt K261 Zürcherstrasse aber nicht, wie der Gemeinderat festhält. Aufgrund einer Situationsanalyse habe sich gezeigt, dass lediglich eine einseitige Verbreiterung der bestehenden SBB-Unterführung nicht realisierbar ist.

Nur ein Neubau wäre möglich und sinnvoll. Sowohl beim Kanton als auch bei den SBB würden Neubauten oder Sanierungen allerdings nur nach Ablauf der Lebensdauer geplant und durchgeführt. Und das ist bei der Unterführung Zürichstrasse nicht der Fall.

Die Kosten für einen Neubau der SBB-Unterführung mit beidseitigem Gehweg wurden auf rund vier Millionen Franken veranschlagt. Als Alternative wurde auch eine neue Personenunterführung auf der Südseite der Zürcherstrasse geprüft. «Technisch wäre dies möglich, jedoch aufwendig», hält der Gemeinderat weiter fest.

Die Personenunterführung müsste seitlich verschoben werden, damit an der bestehenden Unterführung später Erneuerungs- und Erweiterungsmassnahmen möglich sind. Zudem müssten die Zugänge auf privatem Grund erstellt werden. Die topografischen Verhältnisse seien ebenfalls schwierig und eine einseitige Lösung entsprechend teuer. Aus den erwähnten Gründen würden die Erstellungskosten mit Landerwerb auf etwa zwei Millionen Franken zu stehen kommen.

Die Kosten für einen solchen Ausbau müssten von der Gemeinde Muri und dem Kanton übernommen werden, da die Strasse der Auslöser wäre. Einen Beitrag vom Kanton zu erwirken, wird als eher schwierig erachtet. «Ein Ausbau macht daher leider erst im Zeitpunkt einer Bauwerksanierung durch die SBB Sinn.»

Zum Ausbauprojekt Zürcherstrasse konnten einige Einwendungen nicht bereinigt werden, sodass das Departement Bau, Verkehr und Umwelt darüber entscheiden muss. Der Gemeinderat hofft, dass die Bauarbeiten noch im Spätherbst 2013 in Angriff genommen und verschiedene Probleme – speziell der dringend notwendige Wasserleitungsersatz – dadurch gelöst werden können.

Aktuelle Nachrichten