Nach 1000 Stunden Eigenleistung trainiert die Ringerstaffel Freiamt nun im erweiterten Ringerkeller. Der Spatenstich für den Anbau erfolgte im Januar. Nach fünfmonatiger Bauphase wurde das modernisierte Trainingscenter am Samstag feierlich eingeweiht.

Statt den vormals 300 Quadratmetern stehen dem Freiämter Ringersport jetzt 425 Quadratmeter zur Verfügung. Rund 400'000 Franken wurden für den Anbau an das bestehende Trainingslokal aus dem Jahr 1999 investiert. Davon stammen 160'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds des Kantons Aargau. Der monetäre Beitrag seitens des Vereins beläuft sich auf 140'000 Franken; die 1000 Stunden Eigenleistung wurden mit 100'000 Franken dotiert.

Seitens der Gemeinde Aristau erforderte das Bauprojekt die Bewilligung, den Anbau mit nur zwei Metern Strassenabstand zu realisieren. Ebenso musste der Naturspielplatz des Kindergartens dem Vorhaben weichen und hinter das Gebäude verlegt werden.

Anlage für Videoanalyse

Die Ringerstaffel hält weiterhin an ihrem Konzept fest, den Nachwuchs in altersdurchmischten Gruppen zu trainieren. «Pro Training sind rund 30 Jungsportler im Ringerkeller anwesend. Dank der Erweiterung werden diese nun in altersgerechte Gruppen unterteilt und parallel trainiert», hielt Jugendobmann Adrian Bucher fest. Derzeit zählt der Verein 65 Jungringer.

Auch der Spitzensport profitiert von den grosszügigeren Platzverhältnissen. Der Anbau ist mit zwei Nahkampfmatten sowie einem Kraftraum mit Luftdruck-Trainingsgeräten ausgestattet. «Das Krafttraining wird neu im Ringerkeller absolviert», erläuterte Vorstandsmitglied Reto Bucher. «Darüber hinaus dienen die Fitnessgeräte dem Rehabilitations- und Aufbautraining bei Verletzungen.»

Ein weiterer Höhepunkt ist die Anlage für Videoanalysen. Die Aufzeichnungen sollen den Ringern helfen, ihre Techniken selbstreflektierend zu verbessern. «Mit dieser Ausrüstung sind wir zu einem der führenden Leistungszentren im Ringersport geworden», betonte Bucher. In die Zukunft blickend machte der ehemalige Olympiateilnehmer klar, dass der Verein bestrebt sei, weitere Olympioniken hervorzubringen.

Freundschaftskampf gegen Willisau

Am Samstagnachmittag standen die Türen des Ringerkellers für die Bevölkerung offen. Die Teilnahme hielt sich indes mehrheitlich auf die Ringerfans beschränkt, was der Stimmung beim Freundschaftskampf zwischen den Freiämtern und dem Ringerclub Willisau zugute keinen Abbruch tat.