Bremgarten

Die Repol zieht ins City-Center – die Kapo überlegt sich das noch

Das Bremgarter City-Center, das förmlich aus dem Boden schiesst, könnte zu einem Polizeizentrum mit Regionalpolizei und Kantonspolizei unter dem gleichen Dach werden.

Das Bremgarter City-Center, das förmlich aus dem Boden schiesst, könnte zu einem Polizeizentrum mit Regionalpolizei und Kantonspolizei unter dem gleichen Dach werden.

Im City-Center, der Neuüberbauung beim Bahnhof, ist die Hälfte der Mietflächen noch nicht belegt. Im Frühling beginnen die ersten Innenausbauten. Am 1. Oktober eröffnen die ersten Läden. Wie viele Polizisten einziehen, ist noch unklar.

Dass die Regionalpolizei (Repol) Bremgarten ins neue City-Center an der Zürcherstrasse zügeln wird, ist beschlossene Sache. In der zweiten Jahreshälfte, voraussichtlich im Frühherbst, wird die Repol die Rathaus-Räumlichkeiten in der Altstadt verlassen.

Ob auch die Kantonspolizei (Kapo) Bremgarten ihr angestammtes Domizil im Haus am Rathausplatz 4, vis-à-vis dem Rathausgebäude, aufgibt und sich im City-Center einmietet, steht noch nicht fest.

«Entscheid fällt in Bälde»

Laut Hans Peter Fricker, dem Generalsekretär des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI), sind letzte räumliche Abklärungen für Bremgarten im Gang.

Auch müssten Absprachen getroffen werden, insbesondere mit dem Stadtrat Bremgarten. «Es ist offen, ob die Kantonspolizei in die Neuüberbauung wechselt. Der Entscheid wird in zwei bis drei Wochen fallen», sagte Fricker.

Auch müssten Kosten-Nutzen-Überlegungen angestellt werden, zumal der Kanton unlängst einiges Geld in den Ausbau und die Sicherheit des Kapo-Postens in der Bremgarter Altstadt gesteckt habe.

«GemeinsameS Logis macht Sinn»

Bremgartens Stadtrat und die Regionalpolizei würden ein gemeinsames Logis mit der Kantonspolizei begrüssen. «Das wäre sinnvoll», sagte Bremgartens Repol-Chef Manfred Tschannen, «wir könnten einige Räume gemeinsam nutzen, den Schalterdienst im Verbund führen und die betriebsinterne Organisation vereinfachen.»

Im City-Center wird die Repol ungefähr 450 m2 nutzen und damit die doppelte Fläche, die ihr heute im Rathaus zur Verfügung steht. Der Raumbedarf der Kapo im City-Center läge ebenfalls bei rund 450 m2.

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der kantonalen Volksinitiative «Sicherheit für alle» wird das 14-köpfige Korps der Repol Bremgarten vergrössert. Am 1. April dieses Jahres sowie 2015 und 2016 wird das Repol-Team jeweils um einen Polizisten oder eine Polizistin erweitert.

Auch nach dieser Aufstockung wird die Repol Bremgarten in den angeschlossenen 15 Gemeinden mit den rund 40 000 Einwohnern keinen durchgehenden 24-Stunden-Betrieb à la Wettingen oder Baden in Alleinregie bieten können, aber doch einen ausgedehnten Teilbetrieb, der durch einen Pikettdienst unterstützt wird.

Freie Flächen im City-Center

Baulich ist das imposante 20-Mio.-Projekt City-Center in der Nähe des Bahnhofs flott unterwegs. Im Frühling laufen die ersten Innenausbauarbeiten an.

Am 1. Oktober werden die ersten Läden und Betriebe im neuen Dienstleistungs- und Bürokomplex eröffnet: Migrolino, das Optikergeschäft Sehstern und die NAB (Neue Aargauer Bank).

Weitere Raumflächen in den Obergeschossen sind noch nicht definitiv vermietet, aber reserviert, so für die Repol und vereinzelte Unternehmen der Dienstleistungsbranche.

Der grosse Run auf die Mietflächen hat noch nicht eingesetzt. Von den rund 6500 m2 Laden- und Büroflächen im City-Center ist die Hälfte noch zu haben. Natascha Fischer, die Immobilienbewirtschafterin des Unternehmens Steiner-Rumi, ist dennoch zuversichtlich.

Sie geht davon aus, dass die Nachfrage in den nächsten Monaten anziehen wird. Dies gelte auch für die drei komfortablen Attikawohnungen zuoberst im City-Center. Aktuell ist erst ein Wohnungsmietvertrag unterzeichnet.

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