Muri

Die Repla richtet sich auf die Zukunft aus und bekommt eine Geschäftsstelle

Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, will im kommenden Jahr sein Amt abgeben.

Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, will im kommenden Jahr sein Amt abgeben.

Veränderte gesetzliche Aufgabenstellungen und die neue Organisation zwingen den Regionalplanungsverband Oberes Freiamt, sich selbst neu zu erfinden. Die neue Geschäftsstelle ist dabei nur die Hälfte der Miete.

Seit Jahren ist der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt untrennbar mit dem Namen Josef Nogara verbunden. Der frühere Merenschwander Gemeindeammann ist durch seine Arbeit und seinen Einfluss im Verband so etwas wie «Mister Oberfreiamt» geworden. Das kann aber nicht die Zukunft sein; nächstes Jahr will Nogara das Präsidium abgeben.

Deshalb und wegen veränderter gesetzlicher Aufgabestellungen wurden die Verbandssatzungen überarbeitet und erneuert. Sie kommen an der ausserordentlichen Abgeordnetenversammlung vom 29. August zur Abstimmung.

Zwei Ebenen

Neu ist insbesondere, dass der Verband inskünftig mit einer strategischen und einer operativen Ebene arbeiten will. Die strategische Ebene besteht aus der Abgeordnetenversammlung, zu der jede Verbandsgemeinde zwei Vertreter delegiert, dem Vorstand, der Kontrollstelle und der Kerngruppe Politik. Letztere setzt sich vorwiegend aus Gemeinderäten und Grossräten zusammen. In diesem Gremium sollen neben dem Informationsaustausch wichtige zukünftige Aufgaben der Region diskutiert werden, mit dem Ziel, die regionale Zusammenarbeit unter den Gemeinden zu stärken.

Neu mit Geschäftsstelle

Auf der zweiten Ebene wird eine Geschäftsstelle geschaffen, welche die operative Führungsebene des Verbandes ist. Kommissionen, Arbeits- und Projektgruppen sowie Vertragspartner kommen dazu. Die Geschäftsleitung koordiniert den operativen Bereich aller Kommissionen, Arbeits- und Projektgruppen sowie die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle.

Die Finanzierung erfolgt, soweit die Kosten nicht durch Einnahmen und Beiträge Dritter gedeckt sind, durch die Verbandsgemeinden im Verhältnis ihrer Einwohnerzahlen. Dem Regionalplanungsverband Oberes Freiamt, kurz Repla genannt, gehören die Gemeinden des Bezirks Muri an. Bettwil, Rottenschwil und Waltenschwil haben sich Nachbarregionalverbänden angeschlossen.

Repla wurde 1964 gegründet

Der Verband wurde 1964 unter dem Namen Regionalplanungsgruppe Oberes Freiamt mit allen Gemeinden des Bezirks Muri und der Gemeinde Hermetschwil-Staffeln gegründet. Die Aufgabe war die Koordination der Planungen in der Region.

2001 wurde der Name in Regionalplanungsverband Oberes Freiamt geändert. Die Repla vertritt die Interessen der Verbandsgemeinden gegenüber dem Kanton und der Öffentlichkeit. Sie erarbeitet die regionalen Grundlagen für die kantonalen Planungen und sorgt dafür, dass die Gemeinden ihre Planungen aufeinander abstimmen. Sie fördert schliesslich die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, den Nachbarregionen und dem Kanton.

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