Wohlen
Die Regionalpolizei Wohlen bekommt fünf zusätzliche Polizisten

Bis ins Jahr 2017 sollen bei der Repol Wohlen fünf zusätzliche Polizisten ausgebildet und angestellt werden. Damit soll Polizeigesetz des Kantons Aargau, das einen Polizistem auf 700 Einwohner verlangt, umgesetzt werden muss.

Fabian Hägler
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Marco Veil, Chef der Regionalpolizei Wohlen, bekommt Verstärkung.

Marco Veil, Chef der Regionalpolizei Wohlen, bekommt Verstärkung.

AZ

Für die Regionalpolizei Wohlen (Repol) heisst dies: Das Korps muss innert fünf Jahren um fünf Mitarbeiter aufgestockt werden. Heute leistet die Repol mit 12 Polizistinnen und Polizisten Einsätze in den acht Verbandsgemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Uezwil, Villmergen und Wohlen.

«Die Bevölkerung dieser Gemeinden erwartet Sicherheit, was eine genügende Polizeipräsenz erfordert», schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage an den Einwohnerrat. Um die Einsatz-bereitschaft sicherzustellen, brauche die Repol mehr Ressourcen.

Mehr Einwohner, mehr Aufgaben

Dies gilt aus Sicht der Regionalpolizei umso mehr, als sie seit acht Jahren in einer Wachstumsregion tätig ist. Im unteren Bünztal wird bis ins Jahr 2020 ein markanter Bevölkerungsanstieg vorausgesagt. In den Verbandsgemeinden der Regionalpolizei Wohlen wird bis 2017 im Vergleich mit dem Repol-Start von 2004 eine Zunahme von rund 6000 Personen oder 21 Prozent erwartet.

Neben der Bevölkerung im Einsatzgebiet wachsen auch die Aufgaben der Repol, wie der Geschäftsbericht 2011 der Gemeinde Wohlen zeigt. Markant zugenommen haben insbesondere Einsätze bei häuslicher Gewalt, Verkehrs- und Nachtpatrouillen bei sogenannten «Hot Spots» und die Präsenz im öffentlichen Raum. Gestiegen ist auch der Aufwand beim Verkehrsunterricht für Kinder und bei verwaltungspolizeilichen Aufgaben wie Zustellungen, Betreibungen, Rechtshilfegesuchen und Aufträgen des Strassenverkehrsamtes. Aus all diesen Gründen halten Gemeinderat und Regionalpolizei die Aufstockung des Korps bis 2017 für «realistisch und dringend notwendig».

Polizisten sind schwer zu finden

Dafür beantragt der Gemeinderat dem Einwohnerrat einmalige Kosten von 866 000 Franken und jährlich wiederkehrende Kosten von 260 000 Franken ab dem Jahr 2017. Vorge-
sehen ist eine schrittweise Aufstockung, 2013 sollen zwei Stellen ausgeschrieben werden, in den folgenden drei Jahren jeweils eine. Allerdings ist der Arbeitsmarkt für Polizisten ausgetrocknet, deshalb rechnet der Gemeinderat nicht damit, fertig ausgebildete Bewerber einstellen zu können. Vielmehr geht die Behörde davon aus, dass Wohlen die Aspiranten selber ausbilden muss.
Neben den zusätzlichen Polizisten ist künftig auch mehr Material nötig. Ein neues Polizeiauto wurde bereits dieses Jahr bewilligt, ein zweites soll 2016 angeschafft werden. Dazu kommen die Arbeitsplätze mit Möbeln und Computer-Infrastruktur sowie Uniformen und persönliches Material der neuen Polizisten.

Wohlen will Klima der Sicherheit

In seiner Schlussbetrachtung verweist der Gemeinderat auf die Polizeiabgeltungsverordnung. Dort gilt Wohlen als Gemeinde mit städtischen Verhältnissen, «was sich auf die Polizeikräfte und Mannschaftsstärke auswirkt. Im Leitbild der Gemeinde heisst es: «Wohlen schafft für seine Bevölkerung ein Klima der Sicherheit». Und der Gemeinderat betont, im Legislaturprogramm für die Jahre 2010 bis 2013 sei die Verstärkung der Polizeipräsenz als Ziel enthalten.