Muri

Die Regionalpolizei will die Jugendpolizeiarbeit stark vernetzen

Ivo Gisler (links) übergibt die Arbeit als Jugendpolizist an Simon Bachmann symbolisch mit einem gebackenen Spitzbuben.

Ivo Gisler (links) übergibt die Arbeit als Jugendpolizist an Simon Bachmann symbolisch mit einem gebackenen Spitzbuben.

Nach sechs Jahren als Jugendpolizist bei der Repol Muri übergab Ivo Gisler diese Aufgabe an Simon Bachmann. «Wir streben eine verstärkte Vernetzung mit anderen Institutionen an», führte Repol-Chef Renato Orsi aus.

Konkret geht es darum, die Zusammenarbeit mit Schulsozial- und Jugendarbeit weiter zu intensivieren und die Präsenz nicht nur im Schulbereich zu erhöhen. «Ivo Gisler hat bereits ein grosses Netzwerk aufgebaut und stellt sein umfangreiches Wissen im Bereich Jugendpolizei gerne seinem Nachfolger zur Verfügung», erklärte Orsi. Der 30-jährige Simon Bachmann wiederum, der vor eineinhalb Jahren von der Stadtpolizei Basel zur Repol Muri gestossen ist, freut sich, auf diesem «starken Grundstein weiter aufbauen zu können.» Er will die jugendpolizeilichen Aufgaben breiter aufstellen und so die Nachhaltigkeit dieser vor allem präventiv wirkenden Arbeit verstärken.

Bachmann trifft im Freiamt auf eine «gute Jugend», wie Gisler erklärte. Hauptthemen, mit denen sich die Jugendpolizei hier zu befassen haben, sind Littering und Probleme im Zusammenhang mit den sozialen Medien. Die Jugendlichen würden im Kontakt mit der Polizei meistens zuerst eher zurückhaltend reagieren. «Nur der kleinste Teil ist frech.» Zwar signalisiere die Uniform eine gewisse Repression, meinte Gisler, aber mit dem Auftreten könnten auch Vorurteile abgebaut werden – eine weitere Aufgabe des Jugendpolizisten, der seinen Fokus besonders auf Prävention legt. «Klar ist aber, dass wir auch im Bereich Jugendpolizei Polizisten bleiben.»

Gemeinderat Heinz Nater führte aus, dass die Regionalpolizei bewusst einen engeren Schulterschluss mit den Gemeindevertretern suche. «Diese haben immer öfter mit renitenten Bürgern zu tun, und da können Gemeindevertreter von der Erfahrung der Regionalpolizisten profitieren.» Nicht klar ist, ob Muri den jetzigen Kantonspolizeiposten in Zukunft behalten wird. «Fällt er weg, ist der Aufgabenkatalog zur Zeit noch unbekannt. Sicher muss dann die Repol mit mehr Kundenfrequenz rechnen.» Immerhin erfülle die Repol Muri den Sollbestand von einem Polizisten auf 700 Einwohner. Aktuell ist der Bestand bei 16 Polizistinnen und Polizisten, wobei die Zahl der Frauen zugenommen hat. Eine Frau, Evelyne Matzinger, leitet auch den Aussenposten Sins. In Muri ist Renato Orsi seit Juni der neue Leiter, sein Stellvertreter ist Daniel Selm.

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