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Die Pfadi Mutschellen ist unterwegs mit der «Osänkbara» nach Schweden

«Schweden, wir kommen»: Die «Osänkbara» hat zur grossen Fahrt in Richtung Norden abgelegt. lp

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«Schweden, wir kommen»: Die «Osänkbara» hat zur grossen Fahrt in Richtung Norden abgelegt. lp

Was alles möglich ist! Drei Angehörige der Pfadi sind von Windisch aus per Boot ans Welt-Jamboree im schwedischen Kristianstad aufgebrochen.

«Hats noch Platz im neuen Fass?», fragt Simon Jansen. Offensichtlich hats noch. Eine weitere Tasche wird verstaut. Offensichtlich geht es auf grössere Fahrt. Das sechs Meter lange Boot, das in der Mülimatt in Windisch angelegt hat, ist jedenfalls gut beladen. Neben Kartons mit Proviant und Getränken sowie Campingutensilien hat sogar ein Klappvelo Platz gefunden. Und noch immer stehen am Ufer Schachteln und Taschen.

«Unser Ziel ist das Pfadi-Welt-Jamboree in Kristianstad in Schweden», erklärt Simon Jansen, vulgo Chüngel. «Wir - Marius Bürgi und Thomas Schüepp und ich von der Pfadi Mutschellen - haben uns überlegt, wie wir auf einem nicht alltäglichen Weg nach Schweden gelangen könnten. Mit dem Velo schien uns das zu gewöhnlich - und etwas anstrengend. Und weil wir auch nicht so gerne zu Fuss gehen, sind wir auf die Idee gekommen, mit einem Boot nach Schweden zu fahren.»

Zwei Jahre Vorbereitungszeit

Die Vorbereitung der Reise habe zwei Jahre gedauert, sagt Simon Jansen. «Erst hatten wir uns einen alten Weidling besorgt, den wir flicken wollten. Wir mussten das dann allerdings aufgeben, weil der Zustand dieses Bootes viel zu schlecht war. Schliesslich haben wir dieses Boot gekauft. Und zuletzt erforderte der niedrige Wasserstand der Reuss eine Änderung der Pläne. Statt in Bremgarten starten wir in Windisch.»

Erfahrung mit Booten haben alle drei. Schüepp habe die Bootsführerprüfung gemacht, sagt Simon Jansen. «Und Marius Bürgi und ich sind so weit ausgebildet, dass wir zur Prüfung antreten könnten.» Von daher kann wohl kaum etwas schief gehen. Zudem trägt das Boot den Namen «Osänkbara». Was höchstwahrscheinlich schwedisch ist und soviel wie die «Unsinkbare» - oder vielleicht die «Unversenkbare» - bedeutet.

Boot wird auf die Fähre verladen

Für die grosse Fahrt haben die drei Pfadfinder vorübergehend ihre Jobs aufgegeben. Immerhin dauert das Jamboree bis zum 9. August. Jetzt
haben sie bis zum 25. Juli Zeit, über Aare und Rhein und die deutschen Binnenwasserstrassen vorerst nach Lübeck und schliesslich nach Schweden zu gelangen. «Wenn die Zeit reicht, wollen wir auch Berlin besuchen», erklärt Simon Jansen. Und die kleine Strecke, die zuletzt übers Meer nach Schweden verläuft? «Wir werden versuchen das Boot auf eine Fähre zu verladen», meint er.

Nach einem kurzen Abschied von Müttern und Freundinnen werden die Leinen losgeworfen. Die «Osänkbara» legt ab und entschwindet schon bald den Blicken. Für Godzilla, Hamschti und Chüngel hat das Abenteuer definitiv begonnen.

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