Wohlen

Die Pfadfinder können auch zaubern

Rund 700 Pfadfinder aus dem ganzen Kanton eroberten am Wochenende das Freiamt. Das Motto «Harry BOTTer» war Programm.

Wo vor einer Woche am Zamba-LocaFestival noch wild gefeiert wurde, haben sich dieses Wochenende rund 700 Pfadis aus dem ganzen Kanton versammelt. Unter dem Motto «Harry BOTTer» kämpften sie drei Tage lang gegen dunkle Mächte, lösten Rätsel und spielten magische Spiele. Das letzte Mal fand diese Veranstaltung vor 12 Jahren in Wohlen statt. «Alle drei Jahre gibt es einen Bott, der von einer Abteilung organisiert wird. In den übrigen Jahren organisiert der Kanton ein Treffen», erklärt Dieter Fuchs von der Pfadi Aargau.

Rund um den Lagerplatz beim Föhrenhof in Wohlen sind im Wald acht Posten aufgestellt. Die Kinder und Jugendlichen müssen bei jedem der Posten Aufgaben erfüllen und sich damit «Geld» in Form von Maiskörnern verdienen. Diese können am Abend gegen Süssigkeiten und Getränke eingelöst oder über dem Lagerfeuer zu Popcorn verarbeitet werden – je mehr Maiskörner desto besser. «Am Ende des Tages gibt es Sieger und die, die gut mitgemacht haben», erklärt Tim Welmers (Hirundo), Programmleier des diesjährigen Botts, schmunzelnd.

Die Kleinsten sind bei der Sache

Zurück auf dem Lagerplatz haben die ersten bereits angefangen, ihre Zelte aufzubauen. Professionell sieht die Aktion zwar nicht aus, dafür scheint sie umso mehr Spass zu machen. Gleich daneben ist ein grosses Festzelt aufgestellt. Darin sind über 20 Biber, die jüngste Abteilung der Pfadi, dabei, kleine Magierinnen und Magier zu basteln. Sie selber sehen mit ihren oft selbst gebastelten Zylindern und Umhängen selber aus wie kleine Zauberer.

«Das war die Idee der Kinder. Wir haben ihnen nur gesagt, dass das Motto Harry Potter sein wird», erzählt Adonia Mpliamplias (Twix), Leiterin der Biber, begeistert. Um 16.30 Uhr müssen die Kleinsten jedoch wieder nach Hause. Für die anderen Abteilungen geht es dann mit dem Abendprogramm weiter. Am Lagerfeuer sorgen zwei Sängerinnen für die passende Stimmung. Zudem gibt es ein Casino, an dem die Jungmagier ihre hartverdienten Maiskörner vermehren oder verlieren können. Danach ist aber auch für die Älteren Feierabend. Um etwa 22.30 Uhr müssen alle in ihren Zelten sein.

Quidditch und Völkerball

Nicht ganz alle: Die rund 100 Leiterinnen und Leiter können sich in de Leiterbeiz, die am Rand des Lagergeländes liegt, besser kennenlernen. Im umfunktionierten Zirkuszelt werden allerlei magische Getränke wie Butterbier serviert.

Am Sonntagmorgen geht es weiter mit dem Sportturnier. Quidditch, Völkerball und Ultimate stehen auf dem Programm. Vor allem das Spiel aus den Harry-Potter-Büchern findet grossen Anklang bei den Kindern und Jugendlichen: Rund elf Gruppen sind zu den Rigacker-Wiesen gelaufen, um am magischen Turnier teilzunehmen. Während Unstimmigkeiten auf dem Turnierplan eifrig behoben werden, werden die «Besen», auf denen man sich im Quidditch fortbewegt, von einigen motivierten Sportlern bereits als Fecht-Schwerter eingesetzt.

Beim Anpfiff geben dann alle ihr Bestes. Wer die magischen Turniere gewonnen hat, bleibt jedoch ungewiss.

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