Zufikon
«Die Ortsbürgergemeinde ist finanziell gut unterwegs»

Die Sentenblick-Überbauung der Ortsbürger zu Kosten von 9,3 Mio. Franken erweist sich als vorzügliche Anlage. Bereits nächstes Jahr sollen die Schulden bei der Einwohnergemeinde getilgt sein. Ein Bravourstück.

Lukas Schumacher
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Sentenblick-Siedlung: Seit Herbst 2011 sind die 21 komfortablen neuen Mietwohnungen belegt. sl

Sentenblick-Siedlung: Seit Herbst 2011 sind die 21 komfortablen neuen Mietwohnungen belegt. sl

Die Geldmittel-Beschaffung der Ortsbürgergemeinde Zufikon war ungewöhnlich. Mit dem damaligen Guthaben von rund 6 Mio. Franken, ohne Bankkredit und über die hohe Liquidität der Einwohnergemeinde Zufikon wurde die Sentenblick-Überbauung finanziert. Diese Strategie scheint aufzugehen.

«Keine Verdauungsprobleme»

Es klappe mit der Sentenblick-Überbauung bestens, sagte Vizeammann Daniel Juchli an der Versammlung der Ortsbürger im «Zufikerhuus». Laut Juchli, dem Vorsteher des Ressorts Ortsbürgerwesen, kann diese Investition im Betrag von 9,3 Millionen Franken «rascher als gedacht verdaut werden». So weise das Kontokorrent mit der Einwohnergemeinde aktuell ein Minus von gut 300000 Franken aus. Bereits in einem Jahr drehe der Saldo des Kontos ins Plus, und zwar um rund 400000 Franken. Wirtschaftlich und finanziell sei die Ortsbürgergemeinde gut unterwegs.

Solide Renditen

An der Ortsbürgerversammlung nahmen 51 der gut 200 Stimmberechtigten teil. Sie hiessen das Budget 2013 einhellig gut. Bei der Ortsbürgerverwaltung wird ein Ertragsüberschuss von gut 700000 Franken erwartet. Alle fünf Ortsbürger-Liegenschaften werfen solide Renditen ab. Vor wenigen Tagen verkaufte die Ortsbürgergemeinde für gut 400000 Franken das kleine Belvédère-Parkgelände, das sich in der Wohnzone befindet. Käufer ist das Zufiker Ehepaar Kurt und Barla Funk. Schwarze Zahlen sind 2013 auch beim Zufiker Forst angesagt. Das Wald-Budget 2013 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von rund 7900 Franken. Aktueller Stand der Forstreserve: rund 930000 Franken.

«Nur dank Schnitzelproduktion»

In einem kurzen Referat an der Versammlung strich Förster Urs Huber die Bedeutung der Holzschnitzel hervor, die im Zufiker Wald produziert werden. Alle Ortsbürgergemeinden, die Schnitzel herstellen und verkaufen könnten, würden in der Waldrechnung schwarze Zahlen schreiben, sagte Huber. Ohne Schnitzel hingegen resultierten rote Zahlen. Erwähnenswert sei auch, dass man dank den Zufiker Holzschnitzelfeuerungen jährlich je nach Wintertemperaturen 130000 bis 150000 Liter Heizöl ersetze. Das Schnitzelholz sei trotz der – seiner Meinung nach übertrieben dargestellten – Feinstaubproblematik nicht nur eine solide Einnahmequelle. Vielmehr trage die Schnitzelproduktion auch zur Waldpflege bei.

Im Zufiker Forstbudget 2013 schlagen die Holzschnitzel zünftig zu Buche. Sie machen mit rund 90000 Franken gut die Hälfte der Bruttoeinnahmen aus, welche die Ortsbürgergemeinde mit den Verkäufen der Holzsortimente erzielen wird.

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